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Neue Ziele

Drahtlose Internetverbindungen

Von Kim Boatman

Kaum ein Benutzer verzichtet noch darauf, von unterwegs aus seine E-Mails abzurufen oder auf das Internet zuzugreifen. Wir sind es mittlerweile gewohnt, von praktisch überall auf ins Internet zu gehen.

Wenn Sie mit einem Laptop oder einem anderen internetfähigen Gerät unterwegs sind, ist die Verlockung groß, sich überall einzuloggen, wo es ein WLAN-Signal gibt. Sie warten auf einen Flug? Warum nicht schnell noch die E-Mail durchsehen. Zeit für einen Latte Machiatto? Sich kurz einzuloggen ist schon fast selbstverständlich.

Die weitgehende Verfügbarkeit von WLAN-Zugangspunkten birgt jedoch auch beträchtliche Risiken. Hacker und Identitätsdiebe bauen auf unsere wachsende Internet- und E-Mail-Abhängigkeit und versuchen mit den unterschiedlichsten Tricks, unsere persönlichen Daten zu stehlen.

"Ich denke, dass Benutzer etwas zu vertrauensselig sind, wenn sie unterwegs sind", meint Chris Elliott, Reiseexperte und Autor der Kolumne "Travel Troubleshooter". "Ich kenne einige Freunde, deren Kennwörter gestohlen und PayPal-Konten manipuliert wurden. Es gibt da draußen immer welche, die nichts Gutes im Schilde führen."

Wenn Sie sich unterwegs vorsichtig verhalten, können Sie den Bösewichten einen Strich durch die Rechnung machen, so die Meinung unserer Experten. Hier sind einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie beachten sollten:

1. Achten Sie darauf, dass Sie sich bei einem vertrauenswürdigen WLAN-Zugangspunkt einloggen. "Jeder kann überall einen drahtlosen Zugriffspunkt (Hotspot) einrichten – auch Nutzer mit böswilligen Absichten, die es auf Ihre Daten abgesehen haben", so Joel Dubin, Sicherheitsexperte und Autor von The Little Black Book of Computer Security.

Identitätsdiebe richten an öffentlichen Orten gefälschte Hotspots ein, so genannte "Evil Twins" (bösartige Zwillinge), die Drahtlosnetzwerken echter Internet- oder WLAN-Anbieter ähneln. "Diese Netzwerke sind eine Art Drahtlosversion einer Phishing-Website", so Joel Dubin. Phishing bezeichnet den Versuch von Betrügern, sich vertrauliche Informationen wie Kreditkartenangaben anzueignen, indem sie die E-Mail oder Website eines vertrauenswürdigen Unternehmens, z. B. Ihrer Bank, imitieren.

Wenn Sie bei der Suche nach einem Hotspot nicht auf der Hut sind, loggen Sie sich unter Umständen bei einer Website ein, deren Name dem Namen eines vertrauten Unternehmens ähnelt. Vielleicht leiten die Übeltäter Sie sogar auf Websites um, die denen ähneln, die Sie täglich besuchen. Und unterdessen nutzen sie die Zeit, um Ihre persönlichen Informationen aufzeichnen.

Oft ist gesunder Menschenverstand der beste Schutz, betont Chris Elliott. Eine Verbindung bei einer bekannten Kette wie Starbucks ist in den meisten Fällen sicher. Überlegen Sie dagegen genau, bevor Sie in einem unbekannten kleinen Café vor Ort online gehen. "Insbesondere die kostenlosen WLAN-Angebote an Flughäfen sollten gemieden werden", so Chris Elliott.

2. Verwenden Sie keine öffentlichen Terminals. Sie haben Ihren Laptop nicht dabei oder keine Lust, ihn auszupacken? Widerstehen Sie der Verlockung, sich auf einem Laptop oder einem anderen Terminal mit kostenlosem öffentlichen Zugriff einzuloggen", rät Joel Dubin. "Öffentliche Terminals entziehen sich Ihrer Kontrolle. So könnten beispielsweise Keylogger-Programme darauf installiert sein." Diese Programme zeichnen sämtliche Tastaturanschläge auf – sie sind also eine weitere Methode, Ihre persönlichen Informationen abzufangen.

3. Erledigen Sie Online-Einkäufe oder -Bankgeschäfte nicht von unterwegs. Warten Sie nach Möglichkeit mit dem Online-Kauf, bis Sie wieder zu Hause sind. Sowohl Joel Dubin als auch Chris Elliott warnen davor, im Internet einzukaufen oder Bankgeschäfte zu erledigen, wenn Sie unterwegs sind. Vermeiden Sie am besten jedes Risiko im Zusammenhang mit Ihren persönlichen finanziellen Daten.

4. Verwenden Sie eine sichere VPN-Verbindung. Viele Unternehmen verwenden ein Virtual Private Network (VPN) als sichere Verbindung für Mitarbeiter an entfernten Standorten. Ein VPN bietet ein gewisses Maß an Sicherheit und bedeutet, so Joel Dubin, "dass jemand, der am Nachbartisch versucht, Ihre Daten auszuspionieren, nur verschlüsselten Datensalat sieht."

5. Deaktivieren Sie die Dateifreigabe. Ein böswilliger Nutzer könnte versuchen, über eine freigegebene Datei auf Ihren Laptop zuzugreifen, erläutert Joel Dubin. Wenn Sie mit Windows Vista arbeiten, klicken Sie einfach auf "Netzwerk" und dann auf "Netzwerk- und Sharing-Center". Durchsuchen Sie die Optionen unter "Freigabe und Discovery", bis Sie die Schaltfläche "Ein/Aus" für die Dateifreigabe finden.

6. Deaktivieren Sie Ihre drahtlose Netzwerkkarte. Lassen Sie die Karte nicht standardmäßig eingeschaltet. Möglicherweise verschaffen Sie den Bösewichten sonst Zugriff auf Ihren Computer. Lassen Sie keine Verbindungen zu, die Sie nicht genehmigt haben.

7. Halten Sie sich an die Postkartenregel. Instant Messaging-Nachrichten sind im Allgemeinen nicht verschlüsselt. Das bedeutet, dass Ihre Mitteilungen möglicherweise genauso vertraulich sind wie eine Nachricht auf der Rückseite einer Postkarte. Senden Sie keine vertraulichen Informationen. "Es gibt bestimmte Informationen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind", so Chris Elliott. "Die Zahl der Menschen, die potenziell Zugang zu diesen Informationen erhalten, ist einfach enorm groß."

8. Stärken Sie Ihr Sicherheitssystem. Stellen Sie sicher, dass Ihre Firewall, die dafür sorgt, dass ein- und ausgehender Datenverkehr Ihren Computer ungehindert passieren kann bzw. abgewiesen wird, aktiviert ist. Wenn auf Ihrem Laptop vertrauliche Dateien gespeichert sind, lohnt sich möglicherweise die Anschaffung einer Kennwortschutzsoftware, die den Zugriff auf Ihre Dateien über ein Kennwort regelt.

Und vor allem: Auch wenn die Verlockung noch so groß sein mag, sollten Sie drahtlose Hotspots immer mit Vorsicht nutzen. "Angesichts der weiten Verbreitung drahtloser Geräte und Hotspots sind Benutzer oft weniger vorsichtig als sie sein sollten", erläutert Joel Dubin. "Obwohl sich Benutzer der möglichen Sicherheitsrisiken heute deutlicher bewusst sind, schenken sie ihnen nicht immer genügend Beachtung."

Kim Boatman ist eine in Silicon Valley, Kalifornien, ans

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