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Von Kim Boatman

Wenn Derek Meister, ein Computertechniker bei Geek Squad in Cleveland, Hausbesuche macht, hört er fast immer dasselbe: "Mein Computer läuft inzwischen so langsam. Was kann ich dagegen tun?"

Schon mal gehört? "Wenn Ihr Computer älter als ein Jahr ist", so Derek Meister, "läuft er in den meisten Fällen nicht mehr annähernd so schnell wie am Anfang. Ein Problem, das viele Benutzer kennen."

Wenn Ihr Computer im Schneckentempo anstatt mit Höchstleistung arbeitet, ist es hilfreich, die häufigsten Ursachen – und Lösungen – zu kennen. Im Folgenden finden Sie fünf mögliche Gründe, warum Ihr Computer langsamer arbeitet:

  1. Nicht genügend Arbeitsspeicher. "Oft locken Schnäppchenangebote für Computer mit gutem Monitor, zahlreichen Funktionen und relativ großer Festplatte", so Mark Smetana, Inhaber eines Franchise-Unternehmens für Computersupport und -services von CMIT Solutions in Hayward, Kalifornien. "Hersteller halten ihre Kosten niedrig, indem sie beim Arbeitsspeicher knausern."

Random Access Memory (RAM) ist der Bereich, in dem Ihr Computer häufig verwendete Dateien oder aktive Daten speichert. Programme benötigen zunehmend mehr Geschwindigkeit und Speicher. Indem Sie zusätzlichen RAM-Speicher installieren, können Sie die Geschwindigkeit Ihres Computers verbessern, so der Tipp von Tara Belzer, Inhaberin von Friendly Computers in Charlotte, North Carolina. Nach Meinung der Experten benötigen Sie mindestens ein Gigabyte (GB) RAM unter Windows XP und 2 GB unter Windows Vista. Obwohl Apple mindestens 512 Megabyte (MB) RAM für die meisten Macs empfiehlt, laufen Anwendungen nach Meinungen von Benutzern besser, wenn Sie auf mindestens 1 GB aufrüsten. Wenn Sie Multitasking-Funktionen nutzen oder häufig Computerspiele spielen, sollten Sie versuchen, "so viel Speicher zu installieren wie das System unterstützt oder Sie sich leisten können", meint Mark Smetana.

Sie wissen nicht, wie viel RAM in Ihrem Computer vorhanden ist? Klicken Sie auf einem Windows-Computer unter "Computer" oder "Arbeitsplatz" auf "Systemeigenschaften". Um zu erfahren, wie viel RAM auf einem Mac vorhanden ist, öffnen Sie das Apple-Menü, indem Sie in der oberen linken Ecke des Bildschirms auf den Apfel klicken. Wählen Sie entweder "Über diesen Mac" oder "Über diesen Computer". Suchen Sie nach der Zeile mit der Angabe des Gesamtspeichers. Wenn der Wert in Kilobyte (KB) angegeben ist, müssen Sie ihn durch 1.024 teilen, um die MB-Zahl zu errechnen. Ein GB entspricht 1.024 MB und ein MB entspricht 1.024 KB. Wenn Sie den RAM-Speicher nicht auf eigene Faust installieren möchten, kann ein Serviceunternehmen den Speicher preisgünstig installieren. Derek Meister schätzt, dass der Preis bei etwa 39 US-Dollar plus Speicherkosten liegt, wenn Geek Squad die Installation durchführt und den hinzugefügten RAM in einem Best Buy-Geschäft testet.

  1. Defragmentieren ist ein Muss. Die Festplatte Ihres Computers ist wie ein Aktenschrank – und mit der Zeit verteilt sich der Inhalt der Dateien auf unterschiedliche "Schubladen", erläutert Glenn S. Phillips von Forte Online, einem Computer Consulting-Unternehmen mit Sitz in Pelham, Alabama. Sie sollten Ihre Festplatte einmal pro Monat defragmentieren. Wenn Sie mit Windows XP oder einem früheren System arbeiten, öffnen Sie "Arbeitsplatz", klicken Sie mit der rechten Maustaste auf C:, wählen Sie "Eigenschaften" und dann die Registerkarte "Extras", und klicken Sie anschließend auf "Jetzt defragmentieren". Während die Defragmentierung läuft, können Sie an Ihrem Computer weiterarbeiten. Wenn auf Ihrem System Windows Vista installiert ist, sollte Ihr Computer so eingestellt sein, dass er automatisch defragmentiert wird. Bei manchen Systemen ist die automatische Defragmentierung jedoch standardmäßig ausgeschaltet, so der Hinweis des Geek Squad-Technikers Derek Meister. Um dies nachzuprüfen, wechseln Sie zur Startleiste und suchen ganz einfach nach dem Defragmentierungsprogramm.

    Derek Meister warnt jedoch vor allzu großer Defragmentierungsbegeisterung. Zu viele Defragmentierungen können der Festplatte schaden. Mac-Benutzer haben dagegen Glück. Nach Meinung von Experten müssen Macintosh-Besitzer dank der besonderen Arbeitsweise des Betriebssystems keine Defragmentierungen durchführen.

  1. Ihre Festplatte ist zu voll. Die Faustregel der Experten lautet, mindestens 10 Prozent der Festplatte leer zu lassen. Wenn Sie viele Bilder und Musikdateien auf Ihrer Festplatte speichern, lohnt sich wahrscheinlich der Kauf einer externen Festplatte, so Tara Belzer und Mark Smetana. "Auf diese Weise geben Sie Speicherplatz frei, damit Ihr Computer schneller auf regelmäßig benötigte Daten zugreifen kann", meint Mark Smetana.

  1. Ihr Computer ist mit einem Schadprogramm infiziert. "Bösartige Software, auch Malware genannt, ist einer der Hauptgründe für nachlassende Computerleistung", so Derek Meister. Sie können nicht widerstehen, kostenlose Software herunterzuladen, E-Mails unbekannter Absender zu öffnen und kostenlose Spiele zu installieren? Dann sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass Sie damit die Sicherheit Ihres Computers und Ihrer persönlichen Daten gefährden. Kriminelle suchen nach immer neuen Methoden, um sich Zugriff auf Ihren Computer zu verschaffen – und den Speicher und die Betriebsleistung Ihres Rechners für ihre kriminellen Zwecke zu missbrauchen. Schützen Sie sich, indem Sie auf Ihrem Computer ein zuverlässiges Antiviren-/Antispyware-Programm installieren, das täglich aktualisiert wird, rät Mark Belzer. Führen Sie einmal pro Woche einen vollständigen Systemscan durch.

  1. Ihr Computer führt beim Start zu viele Programme aus. Legt Ihr Computer beim Hochfahren alles andere als ein flottes Tempo vor? In den meisten Fällen werden zu viele Programme automatisch zusammen mit dem System gestartet, meint Derek Meister. Hier sind einige Ratschläge, wie Sie dies vermeiden können: Erstens: Aktivieren Sie beim Herunterladen oder Installieren eines Programms nicht die Option "Bei Systemstart öffnen". Überprüfen Sie danach Ihre aktuelle Software. Klicken Sie auf jedes Programmsymbol, um zu überprüfen, welche Programme automatisch gestartet werden. Legen Sie fest, dass nur häufig verwendete Programme automatisch gestartet werden. Sobald Sie fertig sind, schließen Sie sie.

Nach Meinung der Experten gibt es keinen Grund, sich mit einem nervtötend langsamen Computer herumzuquälen. "Die meisten Probleme, die einen Computer verlangsamen, können von Benutzern fast immer selbst behoben werden", meint Mark Smetana von CMIT Solutions. Mit etwas routinemäßiger Wartung und einigen praktischen Sicherheitsmaßnahmen ist schon viel gewonnen.

Kim Boatman ist eine in Silicon Valley, Kalifornien, ans

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