Von Sam Adams
Oft reicht nur ein unvorsichtiger Mausklick auf einen E-Mail-Anhang, um Ihren Computer mit einem Virus zu infizieren. Ein Virus kann auch dann auf Ihren Computer gelangen, wenn der Computer eines Bekannten bereits infiziert ist und der Virus unwissentlich an Sie weitergegeben wird. Eine Virusinfektion kann dazu führen, dass Ihr PC seltsam reagiert – von einem vollständig schwarzen Bildschirm über das Nichtstarten von Programmen bis hin zu Dateien, die auf mysteriöse Weise verschwinden.
Ein Computervirus ist genau das, wonach es sich anhört: Ein Programm, das die Funktionsweise Ihres Computers ändert, den allgemeinen Zustand Ihres Computers beeinträchtigt und sich wie ein Buschfeuer auf andere Computer ausbreitet, die über das Internet miteinander in Kontakt kommen.
Wenn ein Virus erst einmal die Sicherheitseinrichtungen Ihres Heimcomputers – falls diese überhaupt vorhanden sind – überwunden hat, kann er schnell durch Ihr System wandern, Dateien zerstören, Daten beschädigen und Anwendungen unbrauchbar machen. Sicher stört es Sie und Ihre Familie genau wie die meisten Anderen, wenn Ihr Computer langsam reagiert oder auf unbestimmte Zeit lahm gelegt ist.
Selbst wenn Sie eine Virenschutzsoftware installiert haben, kann Ihr Computer manchmal dennoch anfällig für Viren sein. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn Sie keine automatischen Updates zum Schutz vor den neuesten Viren erhalten. Sollte Ihr Computer jemals von dem neuesten Virus, der sich über das Internet ausbreitet, infiziert werden, finden Sie im Folgenden einige Tipps, wie Sie schnell wieder betriebsbereit sind und sich in Zukunft davor schützen können:
1. Trennen und Isolieren
Wenn die Computer aller Empfänger im E-Mail-Adressbuch Ihrer Schwester mit bösartigem Code – also einem Virus – infiziert wurden, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch Ihr Computer nicht verschont geblieben ist. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Computer infiziert ist, trennen Sie die Verbindung zum Internet. Das ist so, als würden Sie Ihren Computer unter Quarantäne stellen. Ein infizierter Computer gefährdet andere Computer.
2. Säubern
Sobald Sie die Verbindung getrennt haben, müssen Sie den bösartigen Code entfernen. Setzen Sie dazu Entfernungsprogramme ein, die speziell für diesen Virus geschrieben wurden. Ihre Virenschutzsoftware sollte über Aktualisierungen oder Patches für die jeweilige Sicherheitsbedrohung verfügen. Falls die Software nicht kürzlich aktualisiert wurde, holen Sie dies nach.
3. Neuinstallieren
Nach einem Virenangriff können die Schäden möglicherweise von geänderten Dateinamen über gelöschte Dateien bis hin zu dauerhaft deaktivierten Softwareanwendungen reichen. Bevor Sie mit Ihrem System weiterarbeiten, müssen Sie den ursprünglichen Zustand Ihres Computers wiederherstellen.
Das Ausmaß des Schadens hängt von dem jeweiligen Virus ab. Sollte Ihr Betriebssystem vollständig zerstört sein, müssen Sie es neu installieren. Stellen Sie Ihren Computer mithilfe der mit dem Computer gelieferten Wiederherstellungs-CD mit seiner Originalkonfiguration wieder her. Dies hat jedoch einen Nachteil: Sie verlieren sämtliche zuvor installierten Anwendungen oder von Ihnen gespeicherte Datendateien. Bevor Sie mit der Neuinstallation beginnen, überprüfen Sie, ob Sie alle notwendigen Informationen zur Hand haben, damit Ihr Computer wieder voll funktionsfähig ist: CDs mit der Originalsoftware, Lizenzen, Registrierungsdaten und Seriennummern. Im Grunde beginnen Sie wieder ganz von vorne.
4. Durchführen einer Virusprüfung
Nach der Wiederherstellung oder Neuinstallation Ihres Betriebssystems oder Ihrer Programme und Dokumente sollten Sie eine Virenschutzsoftware installieren, falls noch keine auf Ihrem System vorhanden ist. Prüfen Sie anschließend Ihren gesamten Computer mithilfe dieser Software auf Viren, einschließlich aller Dateien und Dokumente. Führen Sie diese Prüfung mit den neuesten Virendefinitionen durch, die für Ihre Virenschutzsoftware verfügbar sind.
5. Sichern Ihrer Daten
Wenn Sie Ihre Dateien sorgfältig gesichert haben – von E-Mails über Dokumente bis hin zu Ihren Lesezeichen für Webseiten – dann ist nicht alles verloren. Falls Sie keine regelmäßigen Backups auf CDs, einer externen Festplatte oder an einem externen Speicherort erstellt haben, sind Ihre Dateien unwiederbringlich verloren. Lernen Sie aus Ihrem Fehler, und erstellen Sie ab jetzt in regelmäßigen Abständen Backups Ihrer Daten. Allerdings haben es nicht alle Viren auf Dateien abgesehen, manche greifen nur Anwendungen an.
6. Verhindern zukünftiger Angriffe
Lernen Sie vor allem aus dieser Erfahrung. Überlegen Sie, warum Ihre vorherigen Sicherheitsmaßnahmen nicht wirksam waren. Haben Sie regelmäßig Ihre Virendefinitionen und Sicherheits-Patches aktualisiert? Öffnen Sie verdächtige E-Mails? Werden Dateien heruntergeladen, ohne zuvor auf Viren geprüft zu werden? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um einen erneuten Blick auf die Sicherheitsmaßnahmen Ihres Heimcomputers zu werfen und diese zu überarbeiten und zu verstärken.
Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte Ihre Virenschutzsoftware aktiviert und die Virendefinitionen stets auf dem neuesten Stand sein. Achten Sie darauf, dass Sie immer die neuesten Sicherheits-Patches installieren. Als nächstes sollten Sie sämtliche Kennwörter ändern: für die Internet-Dienstanbieter- und E-Mail-Konten sowie für Webseiten, die Sie besucht und auf denen Sie eingekauft haben. Einige Viren können Kennwörter aufzeichnen oder erraten, wodurch weitere Schwachstellen entstehen. Wenn Sie diese Tipps beachten, sind Sie in Zukunft vorbereitet: Vorbeugen ist immer die beste Sicherheitsmaßnahme.
Sam Adams schreibt in landesweiten Publikationen über Sicherheitsthemen.
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