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Prävention

So schützen Sie sich vor Spam

Von Patricia Akner

Wenn Sie ein E-Mail-Konto besitzen, ist es sehr wahrscheinlich, dass Ihr Posteingang mit Spam-E-Mails überschwemmt wird. Spam-E-Mails sind Werbesendungen in elektronischer Form – und genau wie in der realen Welt haben die meisten Benutzer kein Interesse an unerwünschter Werbung.

Spam-E-Mails haben aber noch einen weiteren Nachteil: Sie können Ihnen oder Ihrem Computer Schaden zufügen. So genannte Phisher setzen Spam-E-Mails ein, um Computernutzer in Betrügereien zu verwickeln, die zu Identitätsdiebstahl führen. Spam kann zudem Viren enthalten, die Ihren Computer infizieren. Einige Versender von Spam-E-Mails, so genannte "Spammer", versenden Werbung mit Inhalten, die nicht für Kinder geeignet sind, beispielsweise Pornographie. Eine weitere Auswirkung von Spam: Spam-E-Mails beanspruchen Speicherplatz, so dass möglicherweise die legitimen E-Mails, die Sie tatsächlich lesen möchten, nicht zugestellt werden.

Obwohl es inzwischen einige Gesetze gegen die Verbreitung von Spam gibt, erhalten die meisten Internet-Benutzer weiterhin eine Flut unerwünschter E-Mails. Mit den folgenden Schritten können Sie Ihre Familie und Ihren Computer besser vor Spam schützen:

1. Installieren Sie eine Software, die Spam-E-Mails filtert oder blockiert.

Antispam-Software untersucht eingehende E-Mails, um so Spam-E-Mails von legitimen Nachrichten zu trennen.  Software zum Filtern von Inhalten identifiziert und erkennt eine hohe Anzahl von Spam-E-Mails oder anstößigen E-Mails automatisch und verhindert, dass diese Nachrichten in Ihren Posteingang gelangen.

2. Antworten Sie nicht auf verdächtige E-Mails. 

Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich bei einer E-Mail um Spam handelt, löschen Sie sie, ohne sie zu beantworten. Klicken Sie nicht auf Anhänge bzw. öffnen Sie keine Anhänge. Vor allem: Klicken Sie nicht auf E-Mail-Links, über die Sie Ihre Adresse aus der Absenderliste entfernen können. Abmelde-Links sind manchmal gefälscht, und Ihre Antwort bestätigt lediglich die Richtigkeit Ihrer E-Mail-Adresse und kann dazu führen, dass Sie in Zukunft noch mehr unerwünschte Nachrichten in Ihrem Posteingang vorfinden.

3. Richten Sie eine E-Mail-Adresse ein, die Sie ansonsten nicht benötigen.

Verwenden Sie eine zweite – oder vorübergehende – Adresse für öffentliche Zwecke, beispielsweise ein kostenloses Internet-E-Mail-Konto. Geben Sie diese E-Mail-Adresse an, wenn Sie sich für eine Dienstleistung oder einen Newsletter im Internet anmelden. Sie können diese E-Mails zwar an Ihr Hauptkonto weiterleiten, allerdings werden dann voraussichtlich auch Spam-E-Mails weitergeleitet. Aktivieren Sie deshalb den Spam-Filter für Ihr zweites E-Mail-Konto, um Spam-E-Mails bereits abzufangen, bevor sie in Ihren Posteingang weitergeleitet werden.

4. Erstellen Sie einen E-Mail-Namen, der schwer zu erraten ist.

Einige Spam-Versender setzen Computerprogramme zum Erraten von E-Mail-Adressen ein. Untersuchungen haben gezeigt, dass E-Mail-Adressen mit Ziffern, Buchstaben und Unterstrichen schwieriger zu erraten sind und weniger Spam-E-Mails empfangen.

5. Zeigen Sie E-Mails in der Nur-Text-Version an.

In HTML (der Code, in dem Webseiten erstellt werden) verfasste Nachrichten können Programme enthalten, die Ihren Web-Browser auf Seiten mit Werbung umleiten. In E-Mails eingebettete Bilder können so manipuliert sein, dass sie Nachrichten zurück an den Spam-Versender senden. Spam-Versender verwenden diese Bilder, um aktive E-Mail-Adressen für zukünftige Spam-Sendungen zu ermitteln. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie in den Einstellungen für Ihr E-Mail-Programm die Option zum Lesen von E-Mails in der Nur-Text-Version aktivieren.

6. Erstellen Sie einen Spam-Filter für Ihre E-Mail.

Die meisten E-Mail-Programme verfügen bereits über eine wirksame Spam-Abwehr. Wenn in Ihrem E-Mail-Programm kein Spam-Filter eingerichtet ist, erstellen Sie einen Filter. Wählen Sie dazu im Hauptmenü Ihres E-Mail-Programms die Option "Einstellungen", und erstellen Sie einen Filter oder eine Regel. Dieser Filter sollte auf Nachrichten prüfen, die in den Feldern "An" oder "Cc" nicht Ihre E-Mail-Adresse enthalten. Dies ist oft ein Hinweis darauf, dass es sich um eine Spam-E-Mail handelt. Richten Sie den Filter so ein, dass potenzielle Spam-Nachrichten in einen Spam-Ordner verschoben werden. Allerdings können Sie sich nicht hundertprozentig auf E-Mail-Filter verlassen. Deshalb sollten Sie den Spam-Ordner von Zeit zu Zeit überprüfen, bevor Sie Nachrichten löschen.

7. Geben Sie auf Webseiten keine Links zu E-Mail-Adressen an.

Spam-Versender setzen Programme wie "Spambot" oder "Web Spider" ein, die Webseiten nach E-Mail-Adressen absuchen. Deshalb sollten Sie auf Webseiten nicht Ihre vollständige E-Mail-Adresse angeben. Geben Sie z. B. die E-Mail-Adresse Gabi_Muster@unternehmen.com im Format Gabi_Muster[At-Zeichen]unternehmen[Punkt]com ein. Die Darstellung von E-Mail-Adressen als Bilder anstelle von Text oder der Einsatz von Kontaktformularen stellen weitere Alternativen dar. Über Kontaktformulare können Webseitenbesucher Ihnen E-Mails senden, indem sie ein Formular ausfüllen, aus dem sich Ihre E-Mail-Adresse für andere nicht erkennen lässt.

8. Vorsicht vor bereits aktivierten Feldern.

Bevor Sie sich für eine Dienstleistung oder einen Newsletter im Internet anmelden, lesen Sie sämtliche Optionen auf dem Registrierungsformular sorgfältig durch. Achten Sie am Ende von Anmeldeformularen auf Text wie "JA, ich möchte von ausgewählten Drittanbietern Informationen zu Produkten erhalten, die eventuell für mich von Interesse sind". Manchmal ist das Kästchen neben diesem Text bereits aktiviert, so dass Sie diese Felder deaktivieren müssen.

9. Melden Sie Spam-E-Mails.

Die meisten Internet-Dienstanbieter verbieten Benutzern das Versenden von Spam-E-Mails. Falls Sie häufig Spam-E-Mails von einem bestimmten Absender erhalten, finden Sie den Internet-Dienstanbieter des Spam-Versenders heraus, und informieren Sie ihn über diesen Verstoß. Der Name des Internet-Dienstanbieters ist möglicherweise in der E-Mail-Adresse des Spam-Versenders enthalten. Sie können diese Informationen auch an Ihren eigenen Internet-Dienstanbieter weiterleiten. Wenn nachgewiesen ist, dass der Benutzer Spam-E-Mails versendet hat, kündigt der Internet-Dienstanbieter wahrscheinlich das E-Mail-Konto.  In den USA können Sie außerdem eine Beschwerde bei der Federal Trade Commission (ftc.gov) einreichen.  Rufen Sie die FTC-Spam-Webseite auf, um eine Beschwerde einzureichen, oder leiten Sie die verdächtige Spam-E-Mail zur weiteren Untersuchung an die FTC weiter.

Patricia Akner schreibt seit über zehn Jahren über Themen im Technologiebereich.

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