Von Margie Wylie
Wahrscheinlich ist Ihnen das auch schon irgendwann einmal passiert: Ihr Computer macht "Ping! Ping! Ping!" und auf Ihrem Bildschirm werden Fenster mit einer Reihe von Textnachrichten angezeigt, während Ihre Tochter Text in ihren Computer tippt und vor sich hin kichert. Was führt sie im Schilde? Man nennt dies Instant Messaging, was sich als "Sofortnachrichten" übersetzen lässt, und es scheint, dass inzwischen jeder diese Form der Kommunikation nutzt.
Mit Instant Messaging (auch als IM abgekürzt) können Familienmitglieder und Freunde so schnell online chatten, wie sie tippen können. Damit Sie Instant Messaging nutzen können, müssen Sie eines der gängigen kostenlosen Programme auf Ihrem Computer installieren – beispielsweise AOL Instant Messenger, Yahoo Instant Messenger oder Microsoft Messenger. Wählen Sie anschließend einen Anzeigenamen wie "fußballmami123" aus. Dann müssen Sie nur noch die Anzeigenamen Ihrer Freunde in Erfahrung bringen und in die Buddy- oder Freundesliste eintragen (ähnlich wie bei Ihren E-Mail-Adressbüchern oder Telefonlisten).
Wenn Sie Ihr Instant Messaging-Programm öffnen, sehen Sie, welcher Ihrer Bekannten aus Ihrer Buddy- oder Freundesliste online ist. Um eine Instant Messaging-Nachricht zu senden, klicken Sie einfach in Ihrer Liste auf den Namen des Empfängers, schreiben eine kurze Nachricht (die korrekte Grammatik ist beim Instant Messaging nicht so wichtig) und klicken auf "Senden". Ihre Nachricht wird schneller auf dem Computer Ihrer Freunde angezeigt als eine E-Mail über das Internet übertragen wird. Jetzt können Sie sich über Instant Messaging unterhalten. Mit den meisten Instant Messaging-Programmen ist es inzwischen auch möglich, sich von Angesicht zu Angesicht mithilfe von Webcams zu unterhalten.
So bequem Instant Messaging auch sein mag, so birgt es doch eine Reihe von Sicherheitsrisiken. Unabhängig davon, ob Sie erst beabsichtigen, der Instant Messaging-Gemeinde beizutreten oder bereits ein begeisterter IM-Nutzer sind: Im Folgenden werden einige Gefahren beschrieben, vor denen Sie sich – und Ihre Kinder – schützen sollten:
Spam/Spim Unerwünschte Instant Messaging-Nachrichten, die auch als "Spim" bezeichnet werden, sind auf dem Vormarsch. Diese Werbeanzeigen enthalten oft ungeeignete Bilder (z. B. pornografische Fotos), die plötzlich auf Ihrem Computerbildschirm erscheinen können. Manche dieser Nachrichten erwecken den Anschein, als stammten sie beispielsweise von Ihrer Bank oder einem Gewinnspiel. Absender dieser Nachrichten sind jedoch Kriminelle, die Ihnen persönliche und finanzielle Informationen entlocken wollen.
Würmer, Viren, Trojanische Pferde Ähnlich wie bei E-Mail können bösartige Programme auch Ihre Instant Messaging-Programme infizieren. Wenn dies ohne Ihr Wissen geschieht, werden infizierte Instant Messaging-Nachrichten an alle Empfänger in Ihrer Buddy- oder Freundesliste gesendet. Diese Viren können Ihr Instant Messaging-Programm verlangsamen, Ihren Computer zum Absturz bringen oder sogar die Kontrolle über Ihren Computer übernehmen, um ihn heimlich für Hacker-Zwecke oder andere illegale Aktivitäten zu nutzen.
Pädophile Kinder und Jugendliche sind die größten Fans von Instant Messaging: Laut eines 2005 von Pew Internet & American Life Project veröffentlichten Berichts nutzen 75 Prozent der Jugendlichen in den USA Instant Messaging. Die persönliche und direkte Form von Instant Messaging – und die Tatsache, dass sich ein Instant Messaging Chat-Fenster einfach schließen lässt als hätte die Kommunikation nie stattgefunden – macht es auch für Pädophile attraktiv. Nach Meinung von Experten nutzen diese Instant Messaging, um neue Opfer zu finden und sie zu Treffen außerhalb des Internets zu überreden oder sich mithilfe von Webcams vor ihnen zu entblößen.
Tipps
zu Sicherheit und Datenschutz
Es
gibt kein Allheilmittel für sämtliche Instant
Messaging-Gefahren, aber Vorsicht, gesunder Menschenverstand und
einige grundlegende Sicherheitstipps können dazu beitragen, dass
Ihre Familie Instant Messaging sicher nutzen kann, meint Anne
Collier, Geschäftsführerin und Gründerin von
NetFamilyNews.com. Hier sind ihre Empfehlungen, wie Sie Ihre Familie
vor den Gefahren des Instant Messaging schützen können:
1.
Blockieren Sie unerwünschte oder unbekannte Absender.
Passen
Sie Ihre Instant Messaging-Einstellungen so an, dass Sie nur Instant
Messaging-Nachrichten von Absendern empfangen, die in Ihrer Buddy-
oder Freundesliste eingetragen sind. Klicken Sie dazu beispielsweise
im Hauptmenü von Yahoo! Messenger auf "Friends"
(Freunde). Klicken Sie auf "Edit Ignore List"
(Ignorierenliste bearbeiten), und wählen Sie folgende Option:
"Ignore anyone not on my friends list" (Alle ignorieren,
die nicht in meiner Freundesliste eingetragen sind). Oder falls Sie
verdächtige oder lästige Instant Messaging-Nachrichten
erhalten, können Sie mithilfe dieser Funktion auch bestimmte
Benutzer blockieren. In AOL Instant Messenger können Sie im
Hauptmenü "My Account Settings" (Meine
Kontoeinstellungen) auswählen, auf "Privacy"
(Datenschutz) klicken und dann für die Option "Contact
Mode" (Kontaktmodus) die Einstellung "Allow only users on
my Buddy List" (Nur Benutzer aus meiner Buddy-Liste zulassen)
festlegen.
2.
Geben Sie keine persönlichen Informationen weiter.
Hier
gilt generell: Veröffentlichen Sie Ihren Instant
Messaging-Anzeigenamen nie online. Ihre Familienmitglieder sollten
zudem Namen wählen, die keine persönlichen Angaben wie
"PLZ94111", "MünchenGirlie" oder
"GesamtschuleEssenRapper" enthalten. In vielen Instant
Messaging-Programmen können Sie zudem Profile erstellen. Für
zusätzlichen Datenschutz sollten Ihre Familienmitglieder diese
Option nicht nutzen oder so ausfüllen, dass sie keine
personenbezogenen Informationen oder Fotos enthält.
3.
Beantworten Sie keine Instant Messaging-Nachrichten von Fremden.
Wenn
Sie Ihre Einstellungen nicht so geändert haben, dass Sie nur
Instant Messaging-Nachrichten von Absendern empfangen, die in Ihrer
Buddy- oder Freundesliste eingetragen sind, oder Sie einen
öffentlichen Computer in einer Bibliothek oder Schule nutzen,
dann können Fremde Ihnen Instant Messaging-Nachrichten senden.
Egal, ob es sich bei einer Instant Messaging-Nachricht um eine
pornografische Anzeige oder um eine Nachricht von jemandem handelt,
der freundlich oder wie ein alter Bekannter erscheint, so gilt in
allen Fällen dieselbe Regel: Beantworten Sie sie nicht. Bringen
Sie Ihren Kindern bei, das Instant Messaging-Programm sofort zu
beenden, wenn sie eine solche Nachricht erhalten. Auch sollten sie
Ihnen oder einem anderen Erwachsen sofort mitteilen, wenn sie
erschreckende oder verstörende Nachrichten oder Bilder erhalten.
4.
Klicken Sie nicht auf unaufgefordert zugesandte Links oder
Anhänge.
Selbst
wenn ein Internet-Link angeblich von einem Freund gesendet wurde, so
kann er in Wirklichkeit von einem Wurm oder einem anderen bösartigen
Programm stammen, die versuchen, Ihren Computer zu infizieren. Wenn
Sie also beispielsweise nicht gerade Ihre Freundin um die
Internet-Adresse ihrer bevorzugten Webseite mit Kochrezepten gebeten
haben, dann gilt der Rat: Klicken Sie nie auf ungebetene Links, die
Sie per Instant Messaging erhalten. Öffnen Sie auch keine an
eine Instant Messaging-Nachricht angehängte Datei, da Viren
inzwischen auch über Instant Messaging verbreitet werden können.
5.
Treffen Sie sich mit Online-Bekanntschaften nicht außerhalb des
Internets.
Möglicherweise
lernen Ihre Kinder Freunde an anderen Orten im Internet kennen,
beispielsweise auf einer Webseite einer Internet-Community. Dann
besteht die Gefahr, dass sie ihren Instant Messaging-Anzeigenamen
weitergeben, um ein persönliches Gespräch zu führen.
Dies ist jedoch gefährlich, da Pädophile auf diesem Weg
häufig Ausschau nach möglichen Opfern halten. Weisen Sie
Ihre Kinder daher darauf hin, dass sie ihren Instant
Messaging-Anzeigenamen nie an Personen weitergeben, die ihre Kinder –
und Sie selbst – nicht persönlich kennen. Und das Wichtigste:
Ihre Kinder sollten niemals einwilligen, jemanden, den sie online
kennengelernt haben, außerhalb des Internets zu treffen. Leider
kann das "dreizehnjährige Mädchen, das auch gerne
Fußball spielt" in Wirklichkeit ein Pädophile sein.
6.
Überwachen Sie die Instant Messaging-Nutzung Ihrer
Kinder.
Stellen Sie
einige Regeln über den passenden Umgang mit Instant Messaging
auf (z. B. andere nicht zu schikanieren oder keine Schimpfwörter
zu verwenden). Selbstverständlich haben Kinder ein Recht auf
ihre Privatsphäre. Aber Instant Messaging ist genauso wie das
Telefon ein Kommunikationsmittel, von dem die meisten Eltern nicht
möchten, dass es missbraucht wird. Daher sollten Sie die
Anzeigenamen der Freunde Ihrer Kinder kennen. Stellen Sie Ihren
Computer so in der Wohnung oder im Haus auf, dass Sie leicht
bemerken, wenn Ihre Kinder unpassende Gespräche mit Unbekannten
führen oder sie belästigt werden.
Achten Sie auch auf Alarmzeichen, beispielsweise wenn Ihre Tochter Nachrichtenfenster schnell schließt oder zu einem anderen Bildschirm wechselt, sobald sie vorbeigehen. Halten Sie Ausschau nach verdächtigen Akronymen wie POS ("Parent over Shoulder" = Eltern schauen über die Schulter). Jüngere Kinder sollten Instant Messaging nur unter Aufsicht nutzen.
Obwohl Sie mit Instant Messaging-Programmen die Möglichkeit haben, mithilfe von Webcams von Angesicht zu Angesicht zu chatten, so stellt dies für Kinder ein bedeutendes Sicherheitsrisiko dar. Dem können Sie ganz einfach vorbeugen: Lassen Sie Kinder Webcams nie ohne Aufsicht nutzen.
7.
Reden Sie mit Ihren Kindern.
Machen
Sie Ihren Kindern die Gefahren des Instant Messaging deutlich und
sprechen Sie mit ihnen darüber, wie sie Instant Messaging sicher
nutzen können. Und bleiben Sie am Ball. Laut Expertenmeinung
sind Kinder, die offen über das sprechen, was sie online
erleben, eher bereit, sich an praktische Vorsichtsmaßnahmen zur
sicheren Internet-Nutzung zu halten. "Unsere Aufgabe ist es,
unsere Kinder zunächst zu schützen und zu erziehen, und
dann darauf zu vertrauen, dass sie ihre eigenen Online-Entscheidungen
treffen", meint Anne Collier. "Damit sie die richtigen
Entscheidungen treffen, müssen Sie mit Ihren Kinder reden."
Wahrscheinlich ist Ihnen das auch schon irgendwann einmal passiert: Ihr Computer macht "Ping! Ping! Ping!" und auf Ihrem Bildschirm werden Fenster mit einer Reihe von Textnachrichten angezeigt, während Ihre Tochter Text in ihren Computer tippt und vor sich hin kichert. Was führt sie im Schilde? Man nennt dies Instant Messaging, was sich als "Sofortnachrichten" übersetzen lässt, und es scheint, dass inzwischen jeder diese Form der Kommunikation nutzt.
Mit Instant Messaging (auch als IM abgekürzt) können Familienmitglieder und Freunde so schnell online chatten, wie sie tippen können. Damit Sie Instant Messaging nutzen können, müssen Sie eines der gängigen kostenlosen Programme auf Ihrem Computer installieren – beispielsweise AOL Instant Messenger, Yahoo Instant Messenger oder Microsoft Messenger. Wählen Sie anschließend einen Anzeigenamen wie "fußballmami123" aus. Dann müssen Sie nur noch die Anzeigenamen Ihrer Freunde in Erfahrung bringen und in die Buddy- oder Freundesliste eintragen (ähnlich wie bei Ihren E-Mail-Adressbüchern oder Telefonlisten).
Wenn Sie Ihr Instant Messaging-Programm öffnen, sehen Sie, welcher Ihrer Bekannten aus Ihrer Buddy- oder Freundesliste online ist. Um eine Instant Messaging-Nachricht zu senden, klicken Sie einfach in Ihrer Liste auf den Namen des Empfängers, schreiben eine kurze Nachricht (die korrekte Grammatik ist beim Instant Messaging nicht so wichtig) und klicken auf "Senden". Ihre Nachricht wird schneller auf dem Computer Ihrer Freunde angezeigt als eine E-Mail über das Internet übertragen wird. Jetzt können Sie sich über Instant Messaging unterhalten. Mit den meisten Instant Messaging-Programmen ist es inzwischen auch möglich, sich von Angesicht zu Angesicht mithilfe von Webcams zu unterhalten.
So bequem Instant Messaging auch sein mag, so birgt es doch eine Reihe von Sicherheitsrisiken. Unabhängig davon, ob Sie erst beabsichtigen, der Instant Messaging-Gemeinde beizutreten oder bereits ein begeisterter IM-Nutzer sind: Im Folgenden werden einige Gefahren beschrieben, vor denen Sie sich – und Ihre Kinder – schützen sollten:
Spam/Spim Unerwünschte Instant Messaging-Nachrichten, die auch als "Spim" bezeichnet werden, sind auf dem Vormarsch. Diese Werbeanzeigen enthalten oft ungeeignete Bilder (z. B. pornografische Fotos), die plötzlich auf Ihrem Computerbildschirm erscheinen können. Manche dieser Nachrichten erwecken den Anschein, als stammten sie beispielsweise von Ihrer Bank oder einem Gewinnspiel. Absender dieser Nachrichten sind jedoch Kriminelle, die Ihnen persönliche und finanzielle Informationen entlocken wollen.
Würmer, Viren, Trojanische Pferde Ähnlich wie bei E-Mail können bösartige Programme auch Ihre Instant Messaging-Programme infizieren. Wenn dies ohne Ihr Wissen geschieht, werden infizierte Instant Messaging-Nachrichten an alle Empfänger in Ihrer Buddy- oder Freundesliste gesendet. Diese Viren können Ihr Instant Messaging-Programm verlangsamen, Ihren Computer zum Absturz bringen oder sogar die Kontrolle über Ihren Computer übernehmen, um ihn heimlich für Hacker-Zwecke oder andere illegale Aktivitäten zu nutzen.
Pädophile Kinder und Jugendliche sind die größten Fans von Instant Messaging: Laut eines 2005 von Pew Internet & American Life Project veröffentlichten Berichts nutzen 75 Prozent der Jugendlichen in den USA Instant Messaging. Die persönliche und direkte Form von Instant Messaging – und die Tatsache, dass sich ein Instant Messaging Chat-Fenster einfach schließen lässt als hätte die Kommunikation nie stattgefunden – macht es auch für Pädophile attraktiv. Nach Meinung von Experten nutzen diese Instant Messaging, um neue Opfer zu finden und sie zu Treffen außerhalb des Internets zu überreden oder sich mithilfe von Webcams vor ihnen zu entblößen.
Tipps
zu Sicherheit und Datenschutz
Es
gibt kein Allheilmittel für sämtliche Instant
Messaging-Gefahren, aber Vorsicht, gesunder Menschenverstand und
einige grundlegende Sicherheitstipps können dazu beitragen, dass
Ihre Familie Instant Messaging sicher nutzen kann, meint Anne
Collier, Geschäftsführerin und Gründerin von
NetFamilyNews.com. Hier sind ihre Empfehlungen, wie Sie Ihre Familie
vor den Gefahren des Instant Messaging schützen können:
1.
Blockieren Sie unerwünschte oder unbekannte Absender.
Passen
Sie Ihre Instant Messaging-Einstellungen so an, dass Sie nur Instant
Messaging-Nachrichten von Absendern empfangen, die in Ihrer Buddy-
oder Freundesliste eingetragen sind. Klicken Sie dazu beispielsweise
im Hauptmenü von Yahoo! Messenger auf "Friends"
(Freunde). Klicken Sie auf "Edit Ignore List"
(Ignorierenliste bearbeiten), und wählen Sie folgende Option:
"Ignore anyone not on my friends list" (Alle ignorieren,
die nicht in meiner Freundesliste eingetragen sind). Oder falls Sie
verdächtige oder lästige Instant Messaging-Nachrichten
erhalten, können Sie mithilfe dieser Funktion auch bestimmte
Benutzer blockieren. In AOL Instant Messenger können Sie im
Hauptmenü "My Account Settings" (Meine
Kontoeinstellungen) auswählen, auf "Privacy"
(Datenschutz) klicken und dann für die Option "Contact
Mode" (Kontaktmodus) die Einstellung "Allow only users on
my Buddy List" (Nur Benutzer aus meiner Buddy-Liste zulassen)
festlegen.
2.
Geben Sie keine persönlichen Informationen weiter.
Hier
gilt generell: Veröffentlichen Sie Ihren Instant
Messaging-Anzeigenamen nie online. Ihre Familienmitglieder sollten
zudem Namen wählen, die keine persönlichen Angaben wie
"PLZ94111", "MünchenGirlie" oder
"GesamtschuleEssenRapper" enthalten. In vielen Instant
Messaging-Programmen können Sie zudem Profile erstellen. Für
zusätzlichen Datenschutz sollten Ihre Familienmitglieder diese
Option nicht nutzen oder so ausfüllen, dass sie keine
personenbezogenen Informationen oder Fotos enthält.
3.
Beantworten Sie keine Instant Messaging-Nachrichten von Fremden.
Wenn
Sie Ihre Einstellungen nicht so geändert haben, dass Sie nur
Instant Messaging-Nachrichten von Absendern empfangen, die in Ihrer
Buddy- oder Freundesliste eingetragen sind, oder Sie einen
öffentlichen Computer in einer Bibliothek oder Schule nutzen,
dann können Fremde Ihnen Instant Messaging-Nachrichten senden.
Egal, ob es sich bei einer Instant Messaging-Nachricht um eine
pornografische Anzeige oder um eine Nachricht von jemandem handelt,
der freundlich oder wie ein alter Bekannter erscheint, so gilt in
allen Fällen dieselbe Regel: Beantworten Sie sie nicht. Bringen
Sie Ihren Kindern bei, das Instant Messaging-Programm sofort zu
beenden, wenn sie eine solche Nachricht erhalten. Auch sollten sie
Ihnen oder einem anderen Erwachsen sofort mitteilen, wenn sie
erschreckende oder verstörende Nachrichten oder Bilder erhalten.
4.
Klicken Sie nicht auf unaufgefordert zugesandte Links oder
Anhänge.
Selbst
wenn ein Internet-Link angeblich von einem Freund gesendet wurde, so
kann er in Wirklichkeit von einem Wurm oder einem anderen bösartigen
Programm stammen, die versuchen, Ihren Computer zu infizieren. Wenn
Sie also beispielsweise nicht gerade Ihre Freundin um die
Internet-Adresse ihrer bevorzugten Webseite mit Kochrezepten gebeten
haben, dann gilt der Rat: Klicken Sie nie auf ungebetene Links, die
Sie per Instant Messaging erhalten. Öffnen Sie auch keine an
eine Instant Messaging-Nachricht angehängte Datei, da Viren
inzwischen auch über Instant Messaging verbreitet werden können.
5.
Treffen Sie sich mit Online-Bekanntschaften nicht außerhalb des
Internets.
Möglicherweise
lernen Ihre Kinder Freunde an anderen Orten im Internet kennen,
beispielsweise auf einer Webseite einer Internet-Community. Dann
besteht die Gefahr, dass sie ihren Instant Messaging-Anzeigenamen
weitergeben, um ein persönliches Gespräch zu führen.
Dies ist jedoch gefährlich, da Pädophile auf diesem Weg
häufig Ausschau nach möglichen Opfern halten. Weisen Sie
Ihre Kinder daher darauf hin, dass sie ihren Instant
Messaging-Anzeigenamen nie an Personen weitergeben, die ihre Kinder –
und Sie selbst – nicht persönlich kennen. Und das Wichtigste:
Ihre Kinder sollten niemals einwilligen, jemanden, den sie online
kennengelernt haben, außerhalb des Internets zu treffen. Leider
kann das "dreizehnjährige Mädchen, das auch gerne
Fußball spielt" in Wirklichkeit ein Pädophile sein.
6.
Überwachen Sie die Instant Messaging-Nutzung Ihrer
Kinder.
Stellen Sie
einige Regeln über den passenden Umgang mit Instant Messaging
auf (z. B. andere nicht zu schikanieren oder keine Schimpfwörter
zu verwenden). Selbstverständlich haben Kinder ein Recht auf
ihre Privatsphäre. Aber Instant Messaging ist genauso wie das
Telefon ein Kommunikationsmittel, von dem die meisten Eltern nicht
möchten, dass es missbraucht wird. Daher sollten Sie die
Anzeigenamen der Freunde Ihrer Kinder kennen. Stellen Sie Ihren
Computer so in der Wohnung oder im Haus auf, dass Sie leicht
bemerken, wenn Ihre Kinder unpassende Gespräche mit Unbekannten
führen oder sie belästigt werden.
Achten Sie auch auf Alarmzeichen, beispielsweise wenn Ihre Tochter Nachrichtenfenster schnell schließt oder zu einem anderen Bildschirm wechselt, sobald sie vorbeigehen. Halten Sie Ausschau nach verdächtigen Akronymen wie POS ("Parent over Shoulder" = Eltern schauen über die Schulter). Jüngere Kinder sollten Instant Messaging nur unter Aufsicht nutzen.
Obwohl Sie mit Instant Messaging-Programmen die Möglichkeit haben, mithilfe von Webcams von Angesicht zu Angesicht zu chatten, so stellt dies für Kinder ein bedeutendes Sicherheitsrisiko dar. Dem können Sie ganz einfach vorbeugen: Lassen Sie Kinder Webcams nie ohne Aufsicht nutzen.
7.
Reden Sie mit Ihren Kindern.
Machen
Sie Ihren Kindern die Gefahren des Instant Messaging deutlich und
sprechen Sie mit ihnen darüber, wie sie Instant Messaging sicher
nutzen können. Und bleiben Sie am Ball. Laut Expertenmeinung
sind Kinder, die offen über das sprechen, was sie online
erleben, eher bereit, sich an praktische Vorsichtsmaßnahmen zur
sicheren Internet-Nutzung zu halten. "Unsere Aufgabe ist es,
unsere Kinder zunächst zu schützen und zu erziehen, und
dann darauf zu vertrauen, dass sie ihre eigenen Online-Entscheidungen
treffen", meint Anne Collier. "Damit sie die richtigen
Entscheidungen treffen, müssen Sie mit Ihren Kinder reden."
Margie Wylie lebt als Autorin in San Francisco und ist Mutter von zwei Kindern. Ihre Beiträge sind in zahlreichen Publikationen erschienen, u. a. im San Francisco Chronicle, MacWorld-Magazin, MSNBC und Beliefnet.
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