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Betrug

Fünf einfache Maßnahmen zur Abwehr von Identitätsdieben

Von Abbie Perets

Sie sehen sich schon in Ihrem neuen Kombi vom Hof des Autohändlers fahren, wenn der Autoverkäufer Ihnen mitteilt, dass Ihr Finanzierungsantrag abgelehnt wurde. Er zeigt Ihnen "Ihre" Kreditauskunft mit zahlreichen unbezahlten Forderungen. Bis zu diesem Zeitpunkt glaubten Sie, dass Ihre Kreditwürdigkeit untadelig sei.

Sie meinen, das klingt an den Haaren herbeigezogen? Sagen Sie das den drei Millionen Verbrauchern, die letztes Jahr Opfer von Identitätsdiebstählen wurden. Identitätsdiebstahl kann überall passieren. Das Internet ist aber inzwischen der bevorzugte Tummelplatz für Identitätsdiebe. Die Tricks sind vielfältig: Betrüger spionieren herum, um persönliche Informationen zu finden, die Sie auf Ihrem Computer gespeichert haben. Oder sie stehlen Kontoinformationen, die Sie online beim Bezahlen von Rechnungen, Einkaufen der neuesten Internet-Schnäppchen oder Registrieren auf einer Webseite eingegeben haben.

Sobald Identitätsdiebe im Besitz Ihrer vertraulichen Daten sind, können sie unter Ihrer Identität Kreditkartenkonten eröffnen, Handy-Verträge abschließen, Autofinanzierungen beantragen oder andere Kredite aufnehmen. "Wenn ein Dieb Ihre Kontonummer und Ihr Geburtsdatum kennt, kann er einen Kreditantrag glaubwürdig ausfüllen", meint Beth Givens, Direktorin von Privacy Rights Clearinghouse, einer gemeinnützigen US-Verbraucherschutzorganisation. "Ich habe es schon erlebt, dass Menschen ihr Traumhaus verloren haben, weil plötzlich ihr Antrag für eine Hypothek abgelehnt wurde."

Sie müssen aber jetzt nicht gleich den Stecker Ihres Computers aus der Steckdose ziehen. Mit den folgenden Schritten können Sie das Risiko von Online-Identitätsdiebstahl reduzieren:

1. Bleiben Sie wachsam Haben Sie schon einmal eine E-Mail erhalten, die scheinbar von Ihrer Bank oder Ihrem bevorzugten Online-Auktionsanbieter stammt und deren Inhalt so oder ähnlich lautet: "Sie müssen Ihre Kontoinformationen bestätigen" oder "Ihre in unseren Unterlagen gespeicherte Kreditkartennummer läuft in Kürze ab"? Lassen Sie sich nicht täuschen! Die meisten dieser E-Mails werden von Phishern versendet, die sich große Mühe geben, um ihre Betrugs-E-Mails so aussehen zu lassen, als stammten sie von Banken oder Online-Händlern.

Die Links in diesen Phishing-E-Mails sehen echt aus. In Wirklichkeit werden Sie jedoch auf eine gefälschte Webseite geleitet, auf der Sie unwissentlich Ihre Kontoinformationen eingeben – und wo sie Ihnen gestohlen werden. Löschen Sie E-Mails, in denen Sie zur Eingabe vertraulicher Informationen aufgefordert werden. Seriöse Unternehmen fordern Sie nie per E-Mail zur Angabe Ihrer Kontoinformationen auf.

Hüten Sie sich auch vor Spionageprogrammen. Diese Programme gelangen heimlich über E-Mails und Popup-Fenster auf Ihren Computer. Dort sammeln sie Daten, die Sie auf Ihrer Tastatur eintippen, und senden Ihre Kennwörter und andere vertrauliche Informationen an böswillige Hacker. Wehren Sie Identitätsdiebe ab, indem Sie Antispyware-Software herunterladen und installieren, um so Ihren Computer -- und Ihre Identität -- zu schützen. 
 
2. Behalten Sie Ihre persönlichen Daten im Auge Tatsache ist: Ihr kostenloser E-Mail-Dienst benötigt nicht Ihre Kontonummer, um ein E-Mail-Konto für Sie einzurichten. Oder wenn Sie sich auf einer Webseite anmelden, um lediglich mit anderen Eltern zu chatten, müssen Sie nicht Ihr richtiges Geburtsdatum, Ihre Anschrift oder Ihre Telefonnummer weitergeben. Generell gilt: Geben Sie so wenig Daten wie möglich über das Internet weiter. Lesen Sie stets die Datenschutzrichtlinien einer Webseite, um zu erfahren, warum Ihre Daten benötigt werden und wie sie verwendet werden.

Überprüfen Sie auch Ihre Konten. Laut Gesetz haben Sie Anspruch auf eine kostenlose Kopie Ihrer Kreditauskunft pro Jahr. Eine Kopie Ihres Berichts können Sie über annualcreditreport.com abrufen. Überprüfen Sie Ihren Bericht sorgfältig. Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen können Sie sofort erkennen, wenn ein Identitätsdieb Ihre Daten gestohlen hat.

3. Verwenden Sie sichere Kennwörter Falls Ihre digitalen Kennwörter Wörter aus dem Wörterbuch, Ihr Geburtsdatum, Ihr Abiturjahr oder den Namen einer Person, die Ihnen nahe steht (selbst wenn Sie den Namen rückwärts buchstabieren), enthalten, kann ein Krimineller sie leicht selbst oder mithilfe einer speziellen Software erraten.

Wenn es um Ihre Online-Konten und vertraulichen Dateien auf Ihrem Computer geht, verwenden Sie Kennwörter, die nur schwer zu knacken sind. Erstellen Sie Kennwörter mit mehr als sechs Buchstaben, und kombinieren Sie Buchstaben und Zahlen. Dazu ein Beispiel: Erstellen Sie ein Kennwort, das so ähnlich klingt wie etwas, das Sie sich leicht merken können -- beispielsweise eine Zeile aus Ihrem Lieblingslied -- das Sie jedoch geschickt mit Buchstaben und Zahlen schreiben. 

Wenn Sie vertrauliche Informationen wie Ihre Steuernummer auf Ihrer Festplatte gespeichert haben, beispielsweise eine PDF-Datei Ihrer Steuererklärung, schützen Sie die Datei mit einem Kennwort und bewahren Sie sie stattdessen auf CD auf. Allerdings ist auch das sicherste Kennwort wertlos, wenn Sie es sichtbar für andere auf Ihrem Schreibtisch liegen lassen. Bewahren Sie Ihre Kennwörter also nie in Ihrem Computer oder in dessen Nähe auf. Das wäre so ähnlich, als würden Sie Ihren Hausschlüssel in der Haustür stecken lassen.

4. Beantworten Sie keine unaufgefordert zugesandten Anfragen nach Geld Dies mag offensichtlich erscheinen. Dennoch fallen jährlich Tausende von Benutzern auf Online-Finanzbetrügereien herein. In diesen Fällen werden Sie möglicherweise in einer unaufgefordert zugesandten E-Mail aufgefordert, für unbekannte Hilfsorganisationen zu spenden oder sich an Immobiliengeschäften im Ausland zu beteiligen. Diesen Betrugsversuchen ist Eines gemeinsam: Sie sollen Informationen zu Ihrem Bankkonto online jemandem mitteilen, den Sie nicht kennen, Sobald der Betrüger diese Informationen in Händen hält, ist die Gefahr groß, dass er Ihr Bankkonto abräumt oder diese Daten für andere Betrügereien nutzt.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie nie auf E-Mail-Angebote antworten, in denen Sie nach Ihrer Kontonummer gefragt oder um Spenden gebeten werden. Wenn Sie eine bevorzugte Hilfsorganisation haben, sollten Sie direkt über deren sichere Webseite spenden.

5. Stärken Sie das Sicherheitsbewusstsein Ihrer Kinder Filtersoftware kann verhindern, dass Kinder ihre Anschrift und andere persönliche Informationen per E-Mail oder über das Internet senden. Nach Meinung von Experten sollten Sie sich dennoch nicht allein auf Technologie verlassen. Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, warum sie private Daten nicht herausgeben oder nicht auf Phishing-E-Mails antworten sollten. Lassen Sie sie wissen, dass sie sich mit ihren Fragen stets an Sie wenden können, wenn sie nicht genau wissen, was sie tun sollen. Lesen Sie zusammen mit Ihren Kindern Webseiten mit Sicherheitstipps (z. B. getnetwise.org). Auf diese Weise ist es unterhaltsamer, mehr über Online-Datenschutz zu erfahren.

Sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Ihre personenbezogenen Daten gestohlen werden, wenden Sie sich als erstes an die Polizei. Zeigen Sie den Diebstahl an, und besorgen Sie sich eine Kopie des Polizeiberichts. Diesen benötigen Sie, wenn Sie die drei Kreditbüros benachrichtigen, damit sie eine siebenjährige Betrugswarnung für Ihr Konto einrichten. Melden Sie den Vorgang auch der Federal Trade Commission unter consumer.gov. Denken Sie daran: Je eher Sie einen Identitätsdiebstahl entdecken, umso einfacher ist es, die Folgen zu begrenzen – und solchen Betrugsversuchen in Zukunft einen digitalen Riegel vorzuschieben.uchen in Zukunft einen digitalen Riegel vorzuschieben.

Abbie Perets schreibt Artikel und entwickelt Online-Kurse zu Unternehmens- und Privatanwendertechnologien für Webseiten und Zeitschriften, darunter CNET, Tech Republic, Office Solutions und Gantthead. Sie lebt in Houston, Texas.

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