Von Jennifer Martinez
Mobiltelefone, PDAs oder so genannte Smartphones – also Laptop, PDA und Mobiltelefon in einem – sind ein wichtiger Teil unseres modernen, aktiven Lebensstils. Mobiltelefone und PDAs sind praktisch, leicht und verfügen über immer mehr Funktionen. Man kann sie nahezu überallhin mitnehmen. So hat man wichtige Notizen und Informationen überall und jederzeit zur Hand.
Welche Daten sind auf Ihrem PDA oder Mobiltelefon gespeichert? Vielleicht persönliche Telefonnummern und Adressen? Oder Geschäftskontakte? Vielleicht sogar einige PIN-Nummern und Kennwörter? Machen Sie doch einmal eine kurze Bestandsaufnahme. Wahrscheinlich enthalten diese Geräte einige ziemlich wichtige Informationen. Und hier die nächste Frage: Was würde passieren, wenn Ihr Mobiltelefon gestohlen oder Ihr Pocket PC in fremde Hände gelangen würde? Oder wenn ein Virus den Akku Ihres Mobiltelefons entladen würde und Sie plötzlich nicht mehr erreichbar wären?
Da diese Geräte in unserem Alltag immer unentbehrlicher werden, ist auch der Schutz von Handheld-Geräten zu einem wichtigen Thema geworden. Im Folgenden werden einige der aktuellen Sicherheitsbedrohungen für Handheld-Geräte beschrieben und Sie erfahren, wie Sie Ihre Geräte besser schützen können:
Tipp 1: Behalten Sie Ihre elektronischen Geräte im Auge
Da sich Handheld-Geräte problemlos überallhin mitnehmen lassen, können sie auch leicht verloren gehen – eines der häufigsten Sicherheitsprobleme. Ob Sie Ihr Gerät auf dem Tisch im Café vergessen, beim Fußballspiel Ihrer Kinder liegen lassen oder unbeaufsichtigt in Ihrem Rucksack zurücklassen: Der Verlust Ihres Handheld-Geräts kann weitreichende Folgen haben. Sollte Ihr Mobiltelefon beispielsweise dem Falschen in die Hände fallen, kann er sich einen Spaß daraus machen und auf Ihre Kosten Telefonate in aller Welt führen. Wenn Ihr PDA abhanden kommt, verlieren Sie damit möglicherweise auch wichtige Daten, wie etwa die bei einer Besprechung aufgezeichneten Notizen oder die Telefonnummer eines wichtigen Geschäftspartners. Allein die einfache Tatsache, dass Sie ohne Ihr Handy auskommen müssen, kann schon frustrierend und ärgerlich genug sein.
Daher sollten Sie Ihre Handheld-Geräte stets im Auge behalten. Passen Sie auf diese Geräte genauso auf wie auf Ihre Brieftasche oder Ihren Geldbeutel. Auch sollten Sie wichtige Informationen niemals nur auf Ihrem Handheld-Gerät speichern. Bewahren Sie eine Kopie der Telefonnummern und Adressen auf Ihrem Computer oder in Ihrem Terminkalender auf. Auch sollten Sie so wenig persönliche Daten oder Finanzdaten wie möglich auf Ihrem Handheld-Gerät speichern. So praktisch es auch sein mag: Speichern Sie keine PIN-Nummern, Kennwörter oder Kontonummern auf tragbaren Geräten. Und wenn Sie verhindern möchten, dass andere Ihre persönlichen Notizen lesen, speichern Sie sie nur für kurze Zeit auf Ihrem PDA.
Tipp 2: Verwenden Sie sichere Kennwörter
Nutzen Sie die auf Ihrem Mobiltelefon oder Ihrem PDA verfügbaren Funktionen für den Kennwortschutz. Kennwörter bieten zwar keine absolute Sicherheit, sie können aber schon einiges ausrichten, um einen PDA- oder Handy-Gelegenheitsdieb abzuschrecken. Schützen Sie Ihre Daten zusätzlich mithilfe einer Dateiverschlüsselung, insbesondere wenn Sie Ihren PDA geschäftlich nutzen. Es gibt zahlreiche preisgünstige Verschlüsselungsprogramme, die Daten kodieren und nur solchen Benutzern Zugriff darauf gewähren, die über einen entsprechenden Schlüssel verfügen. Außerdem sollten Sie sich auch in Ihrer IT-Abteilung nach den in Ihrem Unternehmen geltenden Verschlüsselungs- und Kennwortrichtlinien erkundigen, um sicherzustellen, dass Sie diese einhalten.
Tipp 3: Wehren Sie Viren ab
Bisher wurde meist nur über die Gründe debattiert, warum Handy-Viren – zumindest derzeit – keine allzu große Bedrohung darstellen. Zwar haben Experten bisher nur wenige schädliche Viren für Handheld-Geräte ausfindig gemacht (die meisten davon waren Prototypen zur Bestätigung der Theorie), aber die Zahl der Viren nimmt zu und sie werden immer komplexer. Wir sollten die Augen nicht vor der Tatsache verschließen, dass es Mobiltelefon- und PDA-Viren gibt. Und die Entwicklungen in jüngster Zeit haben gezeigt, dass wir sie langsam ernst nehmen sollten.
Einige Handheld-Viren werden über drahtlose Verbindungen übertragen (beispielsweise zwischen Geräten, auf denen Bluetooth aktiviert ist). Andere werden – getarnt als interessante Anwendungen – aus dem Internet heruntergeladen, wie im Fall des Trojaners "Skulls". Wenn Sie das Programm herunterladen und ausführen, werden sämtliche Anwendungssymbole durch Totenkopfsymbole ersetzt. Außerdem bewirkt dieser Trojaner, dass viele der Handheld-Programme nicht mehr funktionieren.
Inzwischen können sich einige der neuen Viren selbst verbreiten. "Mabir" beispielsweise nistet sich auf Ihrem Smartphone ein und wartet, bis eine Textnachricht eingeht. Er sendet dann eine Antwort an den Absender der Textnachricht. Diese Antwort enthält einen Anhang mit einer Kopie des schädlichen Codes. Dies stellt eine bedeutsame Weiterentwicklung dar, da Mabir sich ähnlich wie ein gewöhnlicher Wurm verbreitet. Der Virus hat die Fähigkeit, sich selbst zu versenden und zwar von einem infizierten Telefon auf ein anderes kompatibles Smartphone. Das bedeutet, dass dieser Virus nicht mehr auf kurze Übertragungswege beschränkt ist.
Auch für PDAs sind raffinierte Viren aufgetaucht. Einer der gefährlichsten ist "Brador", ein klassischer Trojaner. Sobald er gestartet wird, sendet er eine E-Mail mit der IP-Adresse des PDA-Geräts an den Angreifer. Der Angreifer kann dann eine Verbindung zu Ihrem Handheld-Gerät herstellen und die Kontrolle übernehmen, Dateien anzeigen und herunterladen oder weiteren schädlichen Code auf das Gerät laden. Brador hat zwar selbst auf dem Höhepunkt seiner Verbreitung keine allzu große Anzahl von Geräten infiziert, er zeigt jedoch, wie weit bösartiger Code für PDAs bereits fortgeschritten ist.
Die gute Nachricht: Handheld-Geräte lassen sich leicht vor Viren schützen. Gehen Sie dabei ähnlich vor wie bei Ihrem Computer und Laptop: Installieren Sie einfach eine geeignete Virenschutzlösung. Bei der Wahl Ihres Virenschutzes sollten Sie darauf achten, dass das Produkt leicht aktualisiert werden kann. Auf diese Weise ist Ihr Smartphone oder PDA auch dann geschützt, wenn eine neue Bedrohung für Handheld-Geräte auftaucht.
Mit Handheld-Geräten können wir uns unterwegs auf dem Laufenden halten und mit anderen in Kontakt bleiben. Da sie normalen Computern immer ähnlicher werden, müssen wir sie auch auf ähnliche Weise schützen.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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