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Warum kostenlose Software-Downloads nicht immer sicher sind

Von Elizabeth Wasserman

Wer von uns kann bei einem Gratisschnäppchen schon Nein sagen? Gerade bei kostenloser Software ist jedoch Vorsicht geboten. Ein kostenloses Programm, das Sie aus dem Internet herunterladen, könnte bösartigen Code enthalten, der Ihrem Computer oder mobilen Gerät reichlich Schaden zufügen kann. Er könnte anderen Softwareprogrammen gefährlich werden, die Kontrolle über Ihren Computer übernehmen oder Ihre persönlichen Daten gefährden und Sie für Identitätsdiebstahl anfällig machen.


Kostenlose Softwareprogramme – auch "Freeware" genannt – werden inzwischen immer häufiger auf Computern und mobilen Geräten eingesetzt, da sie problemlos über das Internet zu beziehen sind. Das kostenlose Herunterladen hat jedoch eine Kehrseite. Das alte Sprichwort "alles hat seinen Preis" trifft auch auf Freeware zu.


Informieren Sie sich hier über Freeware, deren Risiken und darüber, wie Sie Ihren Computer und die darauf gespeicherten Daten schützen können.


F: Was ist Freeware?

A: Freeware ist ganz einfach eine kostenlose Software, die Sie – wissentlich oder nicht – auf Ihrem Computer installieren. Freeware kann beispielsweise ein kostenloses Spiel sein, das Sie auf Ihrem Computer installieren, oder ein Gratisprogramm, in dem Sie Ihre Ausgaben oder Diäterfolge notieren. Diese Art von Software ist über die verschiedensten Kanäle erhältlich. Freeware ist beispielsweise auf CDs enthalten oder kann von einer Website heruntergeladen werden. Für einige Freeware-Programme hat sich mittlerweile auch die Bezeichnung "Widget" durchgesetzt.


Doch wie steht es mit der Sicherheit? Einige Freeware-Programme sind sicher, andere hingegen nicht. Oft hängt die Sicherheit davon ab, aus welcher Quelle sie stammen. Den Freeware-Programmen fehlen bestimmte Standardfunktionen, die wir von Software gewohnt sind – dazu gehören technischer Support, Fehlerkorrekturen, herunterladbare Patches und Virendefinitionen. Im Gegensatz zu technisch versierten Benutzern, die möglicherweise mit den Risiken der Freeware-Nutzung vertraut sind, sollten unerfahrene Anwender potenzielle Gefahrenquellen für ihre Computer, Dateien und persönlichen Daten vermeiden.


F: Wo erhalte ich Freeware?

A: Hier sind einige der häufigsten Freeware-Anbieter:

  • Bekannte Unternehmen: Dieselben Unternehmen, bei denen Sie Software kaufen, bieten oft auch kostenlose Software an. Manchmal verbirgt sich hinter dem Gratisangebot ein Testabonnement, mit dem Sie ein Produkt vor dem Kauf testen können. Bei anderen Angeboten können Sie das kostenlose Programm wiederum so lange nutzen, wie Sie möchten. Doch Firmen versuchen auf diese Weise häufig, Ihnen Produkt-Upgrades und andere Software zu verkaufen – und können dabei manchmal recht lästig werden. Zu den beliebtesten Freeware-Produkten gehören Adobe Acrobat Reader, Apple QuickTime und verschiedene Web-Browser. Kostenlose Software von bekannten Unternehmen ist im Allgemeinen sicher, erklärt Jeff Godlis, Sprecher von i-SAFE, einem Beratungsunternehmen für Internetsicherheit. "Bei diesen Angeboten müssen Sie einer Lizenzvereinbarung zustimmen", so der i-SAFE-Sprecher. "Hierbei handelt es sich um seriöse Unternehmen."

  • Shareware-Hersteller: Viele kleinere Softwareentwickler bieten Ihnen die Möglichkeit, Software kostenlos als Testversion – auch Shareware genannt – zu nutzen. "Shareware-Hersteller fordern Sie in der Regel auf, einen bestimmten Betrag (etwa 15 US-Dollar) zu bezahlen, nachdem Sie die Software längere Zeit genutzt haben – verpflichtet sind Sie zu dieser Zahlung jedoch nicht", erläutert Russell Dean Vines, Chief Security Advisor der Gotham Technology Group, einem Beratungsunternehmen in New York. Möglicherweise versuchen sie auch, Ihnen Upgrades oder andere Software zu verkaufen. Um sich von der Legitimität eines Shareware-Herstellers zu überzeugen, können Sie versuchen, den Namen des betreffenden Herstellers auf der Website einer angesehenen Organisation ausfindig zu machen, beispielsweise auf der Website der Association of Software Professionals, einer Handelsorganisation für Softwareentwickler. Technisch weniger erfahrene Anwender sind möglicherweise dennoch besser beraten, den Preis für ein Softwareprodukt einer bekannten Marke zu zahlen.

  • Widget- und Open-Source-Entwickler: Überall im Internet bieten Websites kostenlose Widgets und so genannte Open-Source-Programme an (und geben damit den Technik-Freaks unter uns die Möglichkeit, die Software zu ändern). Häufig handelt es sich bei diesen Programmen um Spiele, Musiksoftware, Verwaltungs- oder Office-Programme. Doch die Sicherheit dieser Programme ist oft wesentlich schwerer nachzuprüfen.

F: Welche Risiken bestehen bei Freeware?

A: Laden Sie kostenlose Programme nicht wahllos herunter. Ohne die nötige Vorsicht kann Sie ein Freeware-Programm schnell sehr viel Geld kosten. Der Grund: Einige dieser kostenlosen Anwendungen enthalten Adware (Werbeprogramme) oder Spyware (Spionageprogramme) bzw. anderen bösartigen Code – wie Viren, Würmer und so genannte Trojaner. Das bedeutet, dass sich beim Herunterladen von Freeware aus dem Internet auch Malware (Schadprogramme) auf Ihrem Computer einschleichen kann. Eine Folge könnte die Vernichtung Ihrer wichtigen Dateien sein. Ein weiteres Risiko von Freeware sind mögliche Angriffe durch Bot-Netzwerke. Diese bösartigen Programme können die Kontrolle über Ihren Computer übernehmen, um Identitätsdieben Zugriff auf Ihre persönlichen Daten zu ermöglichen.


Darüber hinaus gibt es kostenlose Programme, die vorgeben, Ihren Computer, Ihre Dateien und Ihre Informationen vor Gefahren aus dem Internet zu schützen. Doch die Experten raten zur Vorsicht. "Es ist riskant, Freeware als Sicherheitssoftware einzusetzen", warnt Russell Dean Vines. Als Sicherheitsberater empfiehlt er, sich vor dem Download über das Unternehmen und seine Produkte zu informieren. Aber selbst dann kann es sicherer sein, für Sicherheitsschutz zu zahlen und sich für eines der bekannten Sicherheitssoftwareprogramme zu entscheiden. "Leider gibt es immer wieder Bösewichte, die versuchen, sich als die Guten auszugeben", so Russell Dean Vines.


F: Wie kann ich mich vor riskanter Freeware schützen?

A: Hier sind einige Tipps, die Sie vor dem Herunterladen von Freeware beachten sollten:

  1. Informieren Sie sich sorgfältig. Bevor Sie auch nur über das Herunterladen von Freeware nachdenken, sollten Sie sich ausreichend informieren. So können Sie beispielsweise den Namen der Freeware "googeln" oder Foren nach Informationen durchsuchen. "Wenn bösartige Software im Umlauf ist, erfahren Sie oft aus Beiträgen in unterschiedlichen Foren, ob es sich um Malware handelt", erklärt Tim Lordan, Executive Director der Internet Education Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit dem Ziel, die Öffentlichkeit über Probleme im Zusammenhang mit dem Internet zu informieren. Oder informieren Sie sich in den Freeware-Besprechungen kommerzieller Websites (z. B. CNET oder ZDNet), die die Freeware-Software testen.

  2. Achten Sie auf Gütesiegel. Beziehen Sie Downloads nur von bekannten Anbietern, die an Verifizierungsprogrammen teilnehmen, welche für die Legitimität der Software bürgen. TRUSTe ist beispielsweise eines dieser Unternehmen, die Anbietern nach Absolvierung eines Zertifizierungsverfahrens ein Gütesiegel verleihen. Achten Sie auf das TRUSTe-Logo als Bestätigung dafür, dass eine Website sicher ist.

  1. Halten Sie Sicherheitsprogramme immer auf dem neuesten Stand. Bevor Sie ein Programm aus dem Internet herunterladen, sollten Sie in jedem Fall eine Virenschutz- und Antispyware-Software ausführen", rät Tim Lordan. Gehen Sie noch einen Schritt weiter: Stellen Sie sicher, dass diese Programme – zusammen mit dem Betriebssystem Ihres Computers (z. B. Windows oder Mac) – und der von Ihnen genutzte Web-Browser auf dem neuesten Stand sind. Laden und installieren Sie außerdem sämtliche Sicherheits-Patches. "Ein Großteil dieser bösartigen Software nutzt Schwachstellen in älteren Versionen Ihrer Software aus. Sicherheitslücken in Ihrer Software sollten immer mit den neuesten Patches geschlossen werden", rät Tim Lordan.

  1. Seien Sie vorsichtig bei kostenlosen Programmen auf Social Networking-Websites. Eine wachsende Zahl sozialer Netzwerke, z. B. MySpace und Facebook, bietet kostenlose Anwendungen, die Sie beim Besuch dieser Websites nutzen oder auf Ihren Computer herunterladen können. So stellt Facebook beispielsweise ein Widget bereit, mit dem Sie Ihr Konto von Ihrem Desktop aus verwalten können (und das Sie bei jeder neuen Freundanfrage benachrichtigt). Die Sicherheit kostenloser Social Networking-Programme wirft jedoch weiterhin Fragen auf. Diese Programme lassen sich häufig nicht überprüfen und die meisten sozialen Netzwerke distanzieren sich von jeglicher Verantwortung.

Vertrauen Sie letztlich immer auf Ihr Gefühl und denken Sie daran: Nichts ist umsonst! Informieren Sie sich, was mit der Freeware wirklich bezweckt wird und warum sie überhaupt kostenlos ist. Geht es dem Hersteller letzten Endes nicht nur darum, Ihnen etwas zu verkaufen? Soll die Software auf Fehler geprüft werden oder wurde sie nur zum Spaß entwickelt? Oder ist die Freeware nur ein Köder, mit dem versucht werden soll, einen Virus oder Spyware auf Ihren Computer zu schleusen?


"Befolgen Sie die obigen Tipps, bevor Sie ein Programm herunterladen", rät Tim Lordan. "Installieren Sie Programme auf Ihrem Computer, die Sie schützen, wenn Sie dennoch einmal versehentlich ein verdächtiges Programm herunterladen."

Elizabeth Wasserman ist eine in Fairfax, Virginia, ans

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