Von Kim Boatman
Ohne Firewall im Internet zu surfen ist so, als würden Sie Ihr Auto in einer zwielichtigen Gegend parken und dann die Türen nicht abschließen, die Fenster geöffnet lassen und den Schlüssel nicht aus dem Zündschloss abziehen. Wie die meisten von uns inzwischen wissen, kann das Internet zahlreiche Risiken bergen. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihren Computer und Ihre Daten vor Angriffen von außen schützen.
Eine Firewall ist ein wichtiger Baustein der Internet-Sicherheit zu Hause. Sie ist dafür verantwortlich, Hacker, Viren und Würmer fernzuhalten, die Ihren Computer über das Internet mit bösartigem Code infizieren. Bösartiger Code kann Dateien zerstören und schwere Fehler verursachen. Eine Firewall kann außerdem andere daran hindern, sich Ihre persönlichen Daten anzueignen.
Ihr Computer kommuniziert im Internet über Ports, die zulassen, dass Informationen zugestellt und gesendet werden. Und genau darin liegt die eigentliche Bedrohung, so Mike Nadelman, Technikexperte und Besitzer von "San Francisco Computer Repair", einem Unternehmen, das Computernetzwerke entwirft und implementiert sowie Unternehmen und Privatanwender bei der Lösung computerbezogener Probleme unterstützt.
"Es ist wie bei einem Haus. Mit vielen Fenstern und Türen und damit zahlreichen Möglichkeiten, Dinge hinein und hinaus zu befördern", so Mike Nadelman. "Manche schließen Ihre Fenster, andere hingegen lassen sie weit geöffnet. Firewalls machen im Grunde nichts anderes, als bestimmte Fenster und Türen zu schließen, während sie andere offen lassen und entscheiden, was hinein und was hinaus darf."
Der Schutz Ihres Computers kann ein verwirrendes Thema sein. Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Firewall-Fakten zu kennen:
Wie funktionieren Firewalls? Eine Firewall kann entweder als Software oder Hardware implementiert werden und steuert den Informationsfluss zwischen Ihrem Computer und dem Internet. Sie filtert die im Internet übertragenen Datenpakete und lässt nur diejenigen Daten passieren, deren Übermittlung oder Empfang auf dem Computer zugelassen ist. Die Firewall verhindert zudem, dass andere Computer eine nicht autorisierte Verbindung mit Ihrem Computer herstellen, und kann die eindeutige IP-Adresse Ihres Computers verbergen, um ihn so für andere im Internet "unsichtbar" zu machen.
Woher weiß ich, ob mein Computer über eine Firewall verfügt? Bei den meisten neueren Windows-Systemen ist bereits eine Firewall vorhanden. Um nachzuprüfen, ob Ihre Firewall eingeschaltet ist, klicken Sie auf das Startmenü und anschließend auf die Systemsteuerung. Klicken Sie auf das Sicherheitscenter (halten Sie nach dem mehrfarbigen Schutzschild Ausschau). Eine grüne Statusanzeige signalisiert, dass die Firewall eingeschaltet ist. Wenn Sie Windows XP verwenden, blockiert die Firewall keinen ausgehenden Datenverkehr, so Joel Dubin, Autor von "The Little Black Book of Computer Security"(29th Street Press). Dies ist angesichts des aktuellen "Bot-Herding"-Trends, bei dem Ihr Computer von außen angegriffen und dann für Spam oder andere bösartige Zwecke missbraucht wird, eine ernst zu nehmende Sicherheitslücke.
Die Firewall in Windows Vista kann ausgehenden Datenverkehr blockieren. Die meisten Angriffe richten sich gegen Windows-Benutzer, aber auch Mac-Benutzer sollten sich nicht in Sicherheit wiegen. Um zu überprüfen, ob Ihre Mac-Firewall eingeschaltet ist, rufen Sie "Finder > Anwendungen > Systemeinstellungen" auf. Klicken Sie dann im Fenster "Systemeinstellungen" auf das Symbol "Sharing", so Joel Dubin. Anschließend können Sie dann eine Firewall-Schaltfläche öffnen und Firewall-Einstellungen konfigurieren.
Hardware oder Software? Eine Software-Firewall wird auf einem einzelnen Computer installiert. Sie erfordert zwar weder zusätzliche Hardware noch Kabel, beansprucht jedoch Systemressourcen. Andere Arten von Firewalls werden als Hardwaregerät bereitgestellt. Ein Hardware-Router ist eine physische Komponente mit zahlreichen Ports, die zwar mehrere Computer mit dem Internet verbinden kann, jedoch über Kabel angeschlossen werden muss. Drahtlose Router sind eine Form von Hardware, mit der Sie mehrere Geräte, darunter Computer und PDAs, drahtlos mit dem Internet verbinden können. Wenn Sie ein drahtloses Netzwerk einrichten, sollten Sie nach Möglichkeit einen drahtlosen Router mit integrierter Firewall erwerben.
"Ich würde Ihnen empfehlen, eine (Software) Firewall direkt auf Ihrem Computer zu installieren", so Joel Dubin. Es gibt zwar kostenlose Software-Firewall-Programme, doch Mike Nadelman rät zur Vorsicht. "Viele Benutzer laden bei ihrer Suche nach Lösungen gefälschte Programme herunter", warnt er. Klicken Sie nicht auf Popups, und öffnen Sie auch keine E-Mails, die kostenlose Firewalls oder andere Sicherheitsprogramme anbieten. Hüten Sie sich vor gefälschten Programmen mit ähnlich klingenden Namen wie legitime Produkte. Am sichersten fahren Sie mit Softwareprodukten von bekannten Sicherheitsanbietern oder Produkten von renommierten Websites.
Und laut Experten empfiehlt sich der Einsatz eines drahtlosen Routers auch dann, wenn Sie bereits eine Software-Firewall installiert haben. Eine Umgebung mit mehreren Schutzmechanismen bietet die größte Sicherheit.
Zeigen Sie sich gegenüber Ihrer Firewall kommunikativ. Einige Firewall-Programme befragen Sie zum Datenverkehr zwischen Ihrem Computer und dem Internet. In einem Popup-Fenster werden Sie möglicherweise aufgefordert, den Kontakt in diesem spezifischen Fall zu blockieren oder zuzulassen. Je mehr Anweisungen Sie zu den Firewall-Regeln hinzufügen, umso weniger Popup-Fenster werden angezeigt.
Aber mit einer Firewall allein ist es nicht getan. Sie sollten Ihr System zusätzlich mit Virenschutz- und Antispyware-Software für E-Mails und Downloads schützen. Sicherheitssoftware gibt es in Form von Paketen, die Firewall-, Virenschutz- und Antispyware-Funktionen enthalten, sowie als Einzelprogramme, die beispielsweise nur eine Firewall enthalten.
Sie sollten sich zunächst gründlich informieren, bevor Sie Ihren Computer mit Sicherheitsmechanismen ausrüsten, so Mike Nadelman. "Machen Sie sich schlau, bevor Sie einfach etwas herunterladen, das auf Ihrem Bildschirm auftaucht. Es ist wichtig, informiert zu sein, noch bevor Sie Ihren Computer einschalten."
Kim Boatman ist eine in Silicon Valley, Kalifornien, ans
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