Von Tara Swords
Musik, Software, Filme und Fernsehsendungen sind in digitaler Form über das Internet erhältlich. Diese digitalen Inhalte gibt es nicht nur auf dem "Online-Schwarzmarkt" über Dateiaustauschprogramme, sondern sie können auch bei namhaften Unternehmen wie Apple, Microsoft oder sogar Wal-Mart erworben werden. Aber seien Sie vorsichtig: Das Herunterladen von Inhalten kann Risiken bergen. Ihr Computer könnte mit Viren, Spionagesoftware oder anderem bösartigen Code infiziert werden, die das System zum Absturz bringen oder Ihre persönlichen Daten einem Datendieb zugänglich machen. Außerdem sind Sie selbst dafür verantwortlich sicherzustellen, dass das heruntergeladene Material aus legalen Quellen stammt.
Hier sind die wichtigsten Risiken sowie Tipps, wie Sie diese vermeiden können:
1. Laden
Sie nur Material herunter, für das Sie die entsprechenden Rechte erworben
haben.
Tausende von Internet-Nutzern
wurden bereits wegen illegaler Medien-Downloads verklagt. Warum? Bei illegalen
Downloads erhalten die Künstler nicht das Geld, das sie normalerweise bekommen,
wenn Lieder, Filme oder anderes Material legal erworben werden. "Denken
Sie daran, dass geistiges Eigentum jemandem gehört, egal, ob es sich um Musik,
Spiele oder andere Dinge handelt, die Sie im Internet finden", meint Jeff
Godlis, Sprecher von I SAFE, einem Beratungsunternehmen für
Internet-Sicherheit. "Man darf sich nicht einfach bedienen."
Noch etwas, worauf Sie achten sollten: Durch das Herunterladen aus illegalen Quellen (beispielsweise in Peer-to-Peer-Netzwerken, in denen Benutzer sich gegenseitig Dateien zum Herunterladen zur Verfügung stellen) kann Ihr Computer mit Viren infiziert werden. "In Peer-to-Peer-Netzwerken findet nicht nur illegaler Dateiaustausch statt, sie sind auch ein Tummelplatz für Adware, Spyware und Viren", sagt Jenni Engebretsen, Mitarbeiterin der Recording Industry Association of America. "Daran sollten die Leute zu allererst denken." Richtlinien für legale Downloads und eine Liste von vertrauenswürdigen Webseiten, die legale Downloads anbieten, können unter MusicUnited.org heruntergeladen werden.
2. Bei
Software-Downloads sollten Sie wissen, um welche Art von Software es sich
handelt.
Denn es gibt
verschiedene Arten von Software, die Sie herunterladen können: kommerzielle
Software, Shareware und Freeware. Kommerzielle Software ist beispielsweise
Software wie Microsoft Office -- sie wird von einem bekannten Unternehmen
herausgegeben und wird allgemein als sicher angesehen. Shareware-Software ist preisgünstige
Software, die oft von weniger bekannten Unternehmen produziert wird -- meistens
aber auch sicher ist. Die dritte Art, Freeware, ist die Software, die die
meisten Probleme verursacht.
3. Googeln
Sie es zuerst.
Bevor Sie ein
Programm herunterladen, starten Sie eine Suchanfrage in Google, indem Sie den
Namen eingeben. Wenn Sie Informationen finden, die vermuten lassen, dass ein
Herunterladen nicht sicher ist, lassen Sie die Finger davon. Das ist auch eine
gute Möglichkeit, um herauszufinden, ob Musik, Filme und Fernsehsendungen, die
Sie herunterladen möchten, aus legalen Quellen stammen. Wenn Sie Informationen finden, die vermuten
lassen, dass die Quelle nicht legal ist, gehen Sie lieber kein Risiko ein.
4. Laden
Sie nichts herunter, was Sie unaufgefordert erhalten.
Möglicherweise erhalten Sie per E-Mail Werbung für
ein Softwareprogramm. Es kann sogar ein Link zu einem kostenlosen Download
enthalten sein. Aber die wichtigste Regel der E-Mail-Sicherheit gilt auch für
Downloads: Laden Sie nichts herunter, was Sie per anonyme Einladung erhalten.
Wenn die Software nicht von einer vertrauenswürdigen Quelle stammt, verzichten
Sie darauf. "Seien Sie bei allem, was Sie von Unbekannten erhalten,
misstrauisch", empfiehlt Godlis.
5. Muten
Sie Ihrem Computer nicht zu viel zu.
Achten
Sie darauf, dass Ihr Computer das Programm oder die Datei auch verarbeiten
kann. Bei den meisten legitimen Downloads wird genau erklärt, welche Art von
Betriebssystem, wie viel freier Festplattenspeicher und wie viel Arbeitsspeicher
erforderlich sind. Wenn Ihr Computer nicht alle Anforderungen erfüllt, kann ein
Download nicht vollständig durchgeführt werden.
6. Klären
Sie Ihre Kinder über die Risiken auf.
Egal,
ob es sich um Musik, Filme, Spiele oder andere Software handelt -- Ihre Kinder
sollten die mit Downloads verbundenen Risiken kennen. "Das ist eines der
positiven Ergebnisse, die durch diese Gerichtsverfahren erzielt wurden",
meint Engebretsen. "In der Familie wird jetzt über legale Downloads
diskutiert -- eine Entwicklung, die wir sehr begrüßen."
Tara Swords ist eine in Boston ansässige Journalistin, die Artikel zu technischen und wirtschaftlichen Themen schreibt.
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