Von Jennifer Martinez
Sind Sie es leid, E-Mail-Nachrichten mit Betreffzeilen wie "kulegnji" oder "vitriine" aus Ihrem Posteingang zu löschen? Wenn Spam zum Fluch Ihrer Online-Existenz geworden ist, dann sind Sie nicht allein.
Laut einer jüngsten Umfrage sind 72 Prozent aller E-Mail-Nachrichten inzwischen Spam-E-Mails. Spam ist jedoch nicht nur ein Ärgernis und verschwendet Ihre Zeit –es hat sich zu einer gängigen Methode für Betrugsversuche und die Verbreitung bösartiger Software entwickelt.
Wie können Sie diese unerwünschten Nachrichten stoppen? Leider gibt es keine hundertprozentige Methode, um Spam komplett zu unterbinden. Die folgenden Tipps helfen Ihnen jedoch, die Menge der empfangenen Spam-E-Mails deutlich zu reduzieren:
1. Blockieren Sie Spam. Schützen Sie Ihren PC mit Antispam-Software, die störende, gefährliche oder betrügerische E-Mails automatisch aus Ihrem Posteingang herausfiltert.
2. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Internet Service Provider. Filtert Ihr Internet Service Provider Ihre E-Mails? Falls nicht, sollten Sie zu einem Anbieter wechseln, der diesen Service anbietet. Auch sollten Sie Spam Ihrem Internet Service Provider oder der Federal Trade Commission über deren Website melden.
3. Schützen Sie Ihre E-Mail-Adresse. Manche Unternehmen – selbst seriöse – verkaufen Ihre E-Mail-Adresse an Spammer. Lesen Sie also sorgfältig die Datenschutzrichtlinien eines Unternehmens durch, bevor Sie Ihre E-Mail-Adresse weitergeben. Wenn Sie sich beispielsweise online für einen Service anmelden, wird möglicherweise am Ende des Formulars ein Text mit einem ähnlichen Wortlaut wie "Ja, ich bin damit einverstanden, dass meine E-Mail-Adresse an andere Marketing-Partner des Unternehmens weitergegeben wird" angezeigt. Das daneben stehende Kontrollkästchen ist meistens bereits angekreuzt. Achten Sie darauf, dass Sie das Kontrollkästchen deaktivieren.
4. Verbergen Sie Ihre E-Mail-Adresse. Falls Sie auf Ihrer persönlichen Website Ihre E-Mail-Adresse im Textformat angegeben haben, ist Ärger vorprogrammiert. Spammer durchsuchen das Internet regelmäßig nach E-Mail-Adressen auf Websites – und werden Ihre leicht finden. Sie können Ihre E-Mail-Adresse mit Code oder in einem Bild "verbergen", damit sie von Spambots nicht erkannt werden kann. Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse beispielsweise wie folgt an: Gabi_Muster[at-Zeichen]unternehmen[Punkt]com.
5. Legen Sie sich eine zweite E-Mail-Adresse zu. Richten Sie eine E-Mail-Adresse ein, die Sie ansonsten nicht benötigen und die E-Mails an Ihre private E-Mail-Adresse weiterleitet, wenn Sie sich auf Websites registrieren oder im Internet einkaufen. Die Einrichtung einer solchen Adresse ist problemlos bei Online-Services wie Spamex, Mailinator oder PookMail möglich.
6. Wählen Sie eine eindeutige E-Mail-Adresse. Spammer durchsuchen die Websites großer Internet Service Provider und E-Mail-Serviceanbieter mithilfe so genannter "Wörterbuchangriffe" nach möglichen Namenskombinationen in der Hoffnung, eine gültige Adresse zu finden. Untersuchungen haben gezeigt, dass E-Mail-Adressen mit Ziffern und Symbolen schwieriger zu erraten sind und weniger Spam-E-Mails empfangen. Lassen Sie also Ihrer Kreativität bei der Auswahl Ihrer E-Mail-Adresse freien Lauf.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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