Von Tara Swords
Im Laufe eines Tages erhalten die meisten von uns eine Fülle an E-Mails von Absendern, die wir nicht kennen: Spam-Nachrichten, Kettenbriefe, e-Newsletter und Werbung. Wie wissen Sie also in der Hektik des Tages, welche E-Mails sicher geöffnet werden können und von welchen Sie lieber die Finger lassen sollten?
Hier sind einige Strategien, wie Sie Ihre E-Mail sicher verwalten und so Ihren Computer vor Bedrohungen wie Viren, Trojanischen Pferden, Phishing-Betrug und Identitätsdieben schützen können.
1. Filtern Sie
Spam-E-Mails heraus.
Spam-Versender,
so genannte "Spammer" versenden 2007 jeden Tag bis zu
113 Milliarden Spam-E-Mails Verbraucher. Laut Schätzungen des
Forschungsunternehmens Radicati Group wird sich diese Menge bis zum
Jahr 2010 auf 235 Milliarden Spam-E-Mails pro Tag erhöhen. Also egal,
wie viel Spam-E-Mails sie heute erhalten: In Zukunft werden es noch mehr sein.
Glücklicherweise filtert Ihr E-Mail-Programm wahrscheinlich Spam-E-Mails für Sie heraus. Die meisten Spam-Filter funktionieren inzwischen sehr zuverlässig. Daher sollten Sie Ihren Filter nicht ausschalten.
Aber bedenken Sie: Technologie ist nicht unfehlbar. Spam-Ordner fangen nicht alle Spam-E-Mails ab, und gelegentlich erwischen sie auch legitime Nachrichten. Bevor Sie also den Spam-Ordner leeren, sollten Sie die darin abgelegten Nachrichten kurz prüfen, um legitime Nachrichten vor dem Löschen zu retten.
2. Klicken Sie nicht
auf Links in E-Mails von Personen oder Unternehmen, die Sie nicht kennen.
Benutzer, die Ihre Bankkontonummern, Kennwörter und
PIN-Nummern stehlen möchten, sind sehr erfinderisch, wenn es darum geht, Sie
zur Preisgabe dieser Informationen zu verleiten. Der wirksamste Trick: Sie
senden Ihnen eine E-Mail, die offiziell aussieht, beispielsweise eine E-Mail,
die scheinbar von Ihrer Bank stammt. Bei diesen E-Mails handelt es sich um eine
Betrugsmethode, die als "Phishing" bezeichnet wird.
Geben Sie niemals persönliche Informationen über das Internet weiter, es sei denn, Sie wissen genau, mit wem Sie es zu tun haben, meint dazu Jeff Godlis, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit bei i-SAFE, einem Beratungsunternehmen für Internet-Sicherheit. Seien Sie auch bei E-Mails vorsichtig, die an zufällig ausgewählte Empfänger anstatt an Sie persönlich gerichtet sind.
"Ihre Bank würde Sie normalerweise mit Ihrem Namen ansprechen und auch keine Kontoinformationen über E-Mail versenden", sagt Jeff Godlis. "Seien Sie auch bei dringend formulierten Nachrichten auf der Hut, die Sie dazu verleiten sollen, unüberlegt auf einen Link zu klicken. "Sie haben gewonnen" oder "Wichtig: Ihr Konto wird in zwei Tagen aufgelöst" sind nur einige Beispiele dafür. Diese E-Mails sind nichts anderes als der Werbemüll, den Sie per Post erhalten. Löschen Sie sie einfach.
Wenn Sie meinen, eine E-Mail von Ihrer Bank erhalten zu haben, in der Sie aufgefordert werden, sich auf der Website der Bank anzumelden, dann klicken Sie nicht auf den in der E-Mail enthaltenen Link. Öffnen Sie Ihren Browser und geben Sie die URL der Bank manuell ein, um sicherzustellen, dass Sie auch die echte Website der Bank aufrufen. Wenn Sie nicht sicher sind, rufen Sie einfach Ihre Bank an, und lassen Sie sich bestätigen, dass die E-Mail nicht gefälscht ist.
3. Öffnen Sie nie
Anhänge von Fremden.
Einige
Spam-Versender haben es weniger auf Ihr Geld abgesehen, sondern trachten
danach, Schäden auf Ihrem Computer anzurichten. Zu diesem Zweck senden sie
Viren in Form von Anhängen, die bösartigen Code auf Ihrem Computer ausführen.
Damit können sie Ihren Computer zum Absturz bringen, Ihre Tastenanschläge
aufzeichnen oder Ihr E-Mail-Programm unter ihre Kontrolle bringen, um weitere
Spam-E-Mails von Ihrem Computer aus zu versenden.
Allerdings werden Viren nicht nur von Spam-Versendern in Umlauf gebracht. Sie können auch von Freunden oder Bekannten stammen, deren Computer mit einem Virus infiziert sind. Bestimmte Dateitypen wie .exe oder .vbs, die an eine E-Mail angehängt sind, weisen häufig auf Viren hin. (Lassen Sie sich nicht verwirren: Auf Ihrem Computer sind wahrscheinlich Hunderte von EXE-Dateien gespeichert, die keine Viren sind. Sie sollten nur bei EXE-Dateien vorsichtig sein, die Sie per E-Mail erhalten.)
Falls Sie einen verdächtig scheinenden Anhang von jemandem erhalten, den Sie kennen, schreiben Sie eine neue E-Mail an den Absender und fragen Sie nach, ob der Anhang unbedenklich ist. E-Mails, die von Absendern stammen, die Sie nicht kennen, sollten Sie allerdings sofort löschen.
4. Halten Sie Ihre
Virenschutzsoftware auf dem neuesten Stand.
Ihr Virenschutzprogramm ist der wirksamste Schutz für Ihren Posteingang.
Schalten Sie es nicht aus. Täglich werden neue Bedrohungen und Viren programmiert
und in Umlauf gebracht. Stellen Sie Ihre
Virenschutzsoftware so ein, dass sie sich selbst automatisch aktualisiert,
damit sie die neuesten Bedrohungen aufspüren und beseitigen kann.
5. Lassen Sie Ihre
E-Mail-Adresse nicht aus Spam-E-Mail-Listen löschen.
Von den 113 Milliarden
Spam-E-Mails, die 2007 täglich an Verbraucher gesendet werden, landet nur zirka
die Hälfte dieser Nachrichten im Posteingang von echten Benutzern. Das Ziel der
Spammer ist es jedoch, reale Personen zu erreichen und keine Posteingänge, die
nicht mehr genutzt werden. Daher bieten sie an, Sie auf Wunsch aus ihren Listen
zu streichen. Gehen Sie auf dieses Angebot nicht ein.
"Versuchen Sie nicht, Ihre E-Mail-Adresse aus Spam-Listen löschen zu lassen. Damit teilen Sie dem Spammer nur mit, dass er es mit einer realen Person zu tun hat", meint Jeff Godlis. "Es bestätigt ihm, dass Ihr E-Mail-Konto aktiv ist." Die Folge: Sie erhalten zukünftig noch mehr Spam-E-Mails.
Am besten verfahren Sie mit verschiedenen Typen von E-Mails unterschiedlich. Wenn Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter abbestellen möchten, für den Sie sich vor einiger Zeit angemeldet hatten (von Ihrem bevorzugten Buchhändler oder Online-Store), dann klicken Sie auf den Abmelde-Link ("Unsubscribe").
Wenn eine E-Mail jedoch von einem unbekannten Absender stammt oder eindeutig als Spam zu erkennen ist, dann sollten Sie keinesfalls auf den Abmelde-Link klicken. Kennzeichnen Sie die E-Mail stattdessen mithilfe der Spam-Filterfunktion Ihres E-Mail-Serviceanbieters als Spam. Damit ist die Sache erledigt.
Tara Swords ist eine in Boston ansässige Journalistin, die regelmäßig Artikel zu technischen und wirtschaftlichen Themen schreibt.
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