Von Jennifer Martinez
Feuer, Stromausfälle, Hochwasser. Wir lesen fast täglich darüber in den Zeitungen oder sehen diese Ereignisse in den Abendnachrichten. Wir bedauern die Opfer und beklagen ihr Pech und die digitalen Folgen -- geschmolzene Computer, Systemausfälle oder zerstörte Daten.
Vielleicht denken Sie jetzt: "Das passiert mir nicht." Tatsache ist jedoch, dass Sie wahrscheinlich irgendwann einmal mit mindestens einem Computernotfall fertig werden müssen. Selbst die kleinste Katastrophe kann zu einem ernsthaften Ausfall führen. Auf Heimcomputern sind einige unserer wichtigsten beruflichen und persönlichen Daten gespeichert. Außerdem sind sie inzwischen ein wichtiger Bestandteil eines reibungslos funktionierenden Haushalts. Wenn Heimcomputer ausfallen, kommt der Geschäftsbetrieb in kleinen Unternehmen zum Erliegen oder Hausaufgaben können nicht mehr erledigt werden.
Aber zum Glück sind nur einige einfache Maßnahmen notwendig, um Systeme und Daten nach einer Katastrophe schnell wiederherzustellen und die Auswirkungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Mit einem gut organisierten externen Sicherungsplan und den richtigen Programmen lassen sich Ihre Daten nach einem weniger schwerwiegenden Computerausfall schnell und problemlos wiederherstellen. Und im Fall einer echten Katastrophe können Sie sich zumindest damit trösten, dass Ihre Daten sicher aufbewahrt sind.
Tipp 1:
Bewahren Sie Ihre Backups extern auf.
Haus-
oder Wohnungsbrände und Hochwasser sind die verheerendsten Ursachen für die
Zerstörung von PCs. Deshalb ist ein gut durchdachter Plan für externe Backups
und Wiederherstellungen eine wichtige Maßnahme. Obwohl die Mehrzahl der
Heimcomputernutzer ihre Festplatten sichern, so würden viele von ihnen
sämtliche Daten bei einem Brand oder bei Hochwasser verlieren. Der Grund: Sie
bewahren ihre Backups in unmittelbarer Nähe zu ihren Computern auf. Selbst wenn
Backup-Datenträger nicht im selben Raum wie der Computer aufbewahrt und in einem
Schrank oder in der Garage eingeschlossen werden, so reicht diese Entfernung
nicht aus, um bei einer größeren Katastrophe vor Verlust geschützt zu sein.
Daher sollten Sie Ihr System auf einem auswechselbaren Speichermedium sichern
und an einem anderen Ort aufbewahren.
Die externe Datenaufbewahrung muss zuverlässig und benutzerfreundlich sein, damit regelmäßige Backups einfach geplant und Dateien in kürzester Zeit wiederhergestellt werden können. Darüber hinaus sollte sie auch mit dem von Ihnen gewählten Backup-Medium kompatibel sein. Sie können Backups auf zahlreichen Festplattentypen erstellen: von CDs zu Zip-Laufwerken bis hin zu externen Festplatten. Die meisten dieser Speichermedien verfügen über eine relativ hohe Kapazität. Dennoch ist ein Backup-Programm mit Komprimierungsfunktionen von großem Vorteil, da sich so mehrere Datenträger oder umfangreiche Datenübertragungen vermeiden lassen. Wenn Sie Ihre Daten auf Datenträgern oder externen Festplatten sichern, sollten Sie darauf achten, dass Sie sie an einem sicheren, leicht zugänglichen Ort in einiger Entfernung zu Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung aufbewahren.
Eine andere Möglichkeit bietet die Übertragung der Dateien auf einen standortfernen Netzwerk-Server, zu dem Sie eine Verbindung über das Internet herstellen können (z. B. Apple iDisk oder Xdrive). Das Hochladen von Dateien an einen entfernten Standort ist äußerst praktisch, da Sie von nahezu jedem Computer mit Internet-Anschluss auf Ihre Daten zugreifen können. Bevor Sie sich jedoch für diese Art von Service entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass Sie dem Serviceanbieter und den von ihm getroffenen Sicherheitsmaßnahmen vollständig vertrauen.
Tipp 2:
Erstellen Sie regelmäßig Sicherheitskopien.
Nicht alle
Computerschäden werden von physischen Katastrophen verursacht. Zahlreiche
weniger bedrohliche Probleme können Ihren Computer lahm legen oder Ihre Daten
zerstören. Systemabstürze, Kinder, die Daten "neu organisieren", oder
Erwachsene, die versehentlich Dateien löschen. Obwohl diese Ereignisse auf den
ersten Blick nicht allzu katastrophal erscheinen, können sie dennoch ernsthafte
Folgen haben.
Auch hier gilt: Regelmäßige und automatische Backups sind unverzichtbar. Sichern Sie beispielsweise Ihr E-Mail-Adressbuch, Ihre Internet-Lesezeichen und Software, die Sie online erworben haben (da Sie bei Beschädigung oder Verlust dieser Anwendungen keine CD zur Hand haben, um sie neu zu installieren). Wenn lediglich Ihre Einstellungen betroffen sind (wie beispielsweise Ihre Internet-Verbindungspräferenzen), benötigen Sie eine einfache Methode, mit der Sie Ihre persönlichen Einstellungen problemlos wiederherstellen können. Sollte Ihr Betriebssystem ausfallen, müssen Sie in der Lage sein, Ihren Computer zu starten und seine Funktionsfähigkeit mithilfe der zusammen mit dem Computer ausgelieferten Wiederherstellungs-CDs wiederherzustellen.
Tipp 3:
Arbeiten Sie mit hochwertigen Programmen.
Wenn es zu einem
Ausfall kommt, kann die Qualität der von Ihnen verwendeten Backup-Programme
darüber entscheiden, ob Sie völlig frustriert sind oder gelassen bleiben. Die
Programme sollten über Funktionen verfügen, mit denen sich Daten nach
plötzlichen Systemabstürzen, fehlerhaften Installationen und versehentlichen
Löschungen wiederherstellen lassen. Zudem sollten Sie in der Lage sein,
überschriebene Dateien zu retten oder Ihr System in einen Zustand vor dem
Ausfall zurückzuversetzen.
Die großen und kleinen Katastrophen des Lebens treffen uns häufig ohne Vorwarnung. Mit ein wenig Planung und den richtigen Programmen können Sie die Folgen dieser Katastrophen jedoch deutlich reduzieren -- und sich ganz entspannt zurücklehnen.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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