Von Jennifer Martinez
Wenn Ihre Kinder erwachsen werden und mit dem Studium beginnen, benötigen sie heutzutage mehr als nur die richtige Ausstattung für ihre Studentenbude. Universitäten sind hochgradig vernetzt. Computer sind inzwischen aus dem Universitätsalltag nicht mehr wegzudenken. Aber nur die wenigsten Eltern wissen, dass auch technisch versierte Studenten bevorzugte Ziele für Computerdiebstahl und Internet-Angriffe sind.
Seien wir ehrlich: Jugendliche gehen oft etwas sorglos mit dem Thema Sicherheit um (und nicht nur damit), und Universitäten sind schon seit langem Brutstätten für Computerviren und andere Internet-Bedrohungen. Darüber hinaus sind Hochschulen oft auch ein Tummelplatz für Scherzbolde, Langfinger und unzuverlässige Mitbewohner.
Bevor Sie Ihre Kinder also an die Universität schicken, sollten Sie sicherstellen, dass Sie ihnen die notwendigen Informationen und Tools mit auf den Weg geben, die sie benötigen, um ihre Daten, ihr Eigentum und ihre Privatsphäre zu schützen. Hier sind einige Tipps, wie Sie Ihre Kinder vor Beginn ihres Studiums auf eine Lektion in Sachen Computersicherheit vorbereiten.
Lektion 1: Beschriften Sie Hardware, und sichern Sie sie mit
einem Schloss
Markieren
Sie jedes Teil der Computerhardware mit einer Beschriftung, die sich nicht
entfernen lässt – von Laptops über Bildschirme bis hin zu Druckern. Es sollten
der Name Ihres Kindes, Kontaktinformationen sowie die Seriennummer des Produkts
vermerkt sein. Eine solche Kennzeichnung schreckt nicht nur Diebe ab und
mindert den Wiederverkaufswert auf dem Schwarzmarkt, sondern kann auch dazu
dienen, sichergestellte Teile zu identifizieren.
Erwägen Sie den Kauf von Kabelschlössern für Laptops und Desktops. Wie bei einem Fahrradschloss lassen sich Computer damit an einem Schreibtisch, einem Tisch oder an jedem anderen massiven Objekt sicher befestigen. Dieben wird es so erheblich erschwert, teure Hardware zu entwenden.
Und zu guter Letzt: Unterschätzen Sie nicht die Wirksamkeit eines Kennwortschutzes. Kennwörter – sowohl auf der Betriebssystem- als auch auf der Dateiebene – funktionieren wie ein virtuelles Schloss. Sollte jemand einen Computer stehlen, ist es in diesem Fall nicht so leicht, auf den Inhalt der Festplatte zuzugreifen. Darüber hinaus dienen Kennwörter auch zur Abschreckung für neugierige Zimmergenossen oder andere Schnüffler, die nur darauf warten, dass jemand den Raum verlässt und seinen Laptop unbeaufsichtigt zurücklässt.
Lektion 2: Erwägen Sie den Abschluss einer Versicherung
Glücklicherweise
lässt sich Computerhardware ersetzen. Mit der richtigen Versicherung werden
Ihnen möglicherweise die Kosten für den Kauf der Ersatzhardware erstattet.
Eventuell ist eine solche Versicherung bereits in Ihrer Hausratsversicherung
enthalten und schließt Haushaltsmitglieder mit ein, die Computer unterwegs
nutzen. Falls diese Verluste nicht abgedeckt werden, sprechen Sie mit Ihrem
Versicherungsagenten über den Abschluss einer Zusatzversicherung.
Lektion 3: Erstellen Sie Backups von Daten
Anders
als Computer lassen sich Daten nicht so leicht ersetzen. Denken Sie nur an all
die Semesterarbeiten, Seminarnotizen und Präsentationen, die sich auf dem
Computer eines Studenten ansammeln. Und
stellen Sie sich jetzt einmal vor, eines dieser Dokumente vor der
Abschlussprüfung oder einem wichtigen Abgabetermin zu verlieren. Welch ein
zusätzlicher Stressfaktor! Deshalb sind Backups immens wichtig.
Falls Ihre Kinder noch keinen regelmäßigen Backup-Plan eingerichtet haben, sollten sie dies jetzt tun. Dabei sollten alle wichtigen Dateien auf ein separates Speichermedium (CD, DVD, USB-Stick, externes Laufwerk oder Online-Server) gesichert werden. Diese geringfügigen Investitionen zahlen sich spätestens dann aus, wenn der Notfall eintritt, beispielsweise der Laptop am Abend vor einer Abschlussprüfung ausfällt.
Lektion 4: Sorgen Sie für Schutz
Aufgrund
der umfangreichen Netzwerke mit hohem Datenverkehr sind Universitäten für
Internet-Angriffe anfällig. Würmer und
Viren können sich schnell ausbreiten und E-Mail-Posteingänge werden mit
störenden, manchmal jedoch auch gefährlichen Spam-E-Mails überschwemmt.
Studenten laden in der Regel auch eine große Anzahl von Freeware-Programmen
herunter – oftmals eine Quelle für unerwünschte Spionage- und Werbeprogramme.
Zudem besteht immer das Risiko, dass einige übermütige Informatikstudenten –
oder sogar professionelle Cyberkriminelle – in die Computer des
Universitätsnetzwerks einbrechen.
Um diese Angriffe abzuwehren, benötigen Studenten neben den im Universitätsnetzwerk bereits vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen zusätzlichen Schutz. Als Mindestausstattung benötigen sie eine Firewall, eine aktualisierbare Virenschutzlösung, einen Spam-Filter und eine Funktion zum Schutz vor Spionageprogrammen.
Lektion 5: Ermutigen Sie Ihre Kinder zur Vorsicht im
Internet
Vorsicht
und die umsichtige Nutzung des Internets sind vielleicht der beste Schutz vor
Verlusten. Bei der Nutzung des Internets sollten Studenten äußerst achtsam
sein, wenn sie Dateien austauschen, kostenlose Spiele herunterladen und auf
unaufgefordert zugesandte E-Mails oder Instant Messages antworten. Sie sollten
spezielle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, wenn sie sich bei Hotspots (WLAN)
anmelden. Und wenn sie eigene Bank- und Kreditkartenkonten eröffnen, müssen sie
lernen, wie sie ihre Bankgeschäfte und Einkäufe sicher über das Internet
abwickeln.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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