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Teenager und der sichere Umgang mit dem Handy

Von Kim Boatman

Tammie Sandin hatte sich entschlossen, ihrem dreizehnjährigen Sohn sein erstes Handy zu kaufen. Schließlich, so überlegte sich die Hausfrau aus Monument, Colorado, bedeutet ein Handy ein zusätzliches Stück Sicherheit für ihren Sohn auf dem Weg von der Schule nach Hause. Womit sie jedoch nicht gerechnet hatte, so Tammie Sandin, waren die Gebühren für die Musik-Downloads, die plötzlich auf der Mobiltelefonrechnung der Familie auftauchten.

"Für eine Weile wurde das Handy zunächst wieder aus dem Verkehr gezogen", so Tammie Sandin über das erste Handy ihres Sohns.

Das erste Handy ist heutzutage für viele amerikanische Teenager eine Art symbolischer Schritt ins Erwachsenenleben. Aber je unverzichtbarer das Handy für Jugendliche wird, umso mehr häufen sich die Probleme, die durch die intensive Nutzung der Technologie entstehen.

Eltern sollten mit Ihren Kindern so oft wie möglich über die Handynutzung sprechen. Diese Gespräche sollten sich nach dem Rat der Experten auf vier wichtige Bereiche konzentrieren:

Sicherheit und Zugriff

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern darüber, wo und wann sie das Handy einschalten sollen, um für Sie erreichbar zu sein. Ein guter Tipp ist auch, den Kindern das Handy nachts wegzunehmen, erklärt Linda Criddle, Expertin für Kinder- und Techniksicherheit und Autorin von "Look Both Ways: Help Protect Your Family on the Internet". Es kommt nicht selten vor, dass Teenager sich spät nachts noch per SMS verabreden und heimlich aus dem Haus schleichen.

  • Verbieten Sie dem Jugendlichen, beim Auto fahren SMS-Nachrichten zu senden oder mit dem Handy zu telefonieren. Eine Umfrage der American Automobile Association (AAA) unter 1.000 Jugendlichen im Alter von 16 bis 17 Jahren hat gezeigt, dass 46 Prozent der Jugendlichen beim Auto fahren SMS-Nachrichten senden – ein alarmierender Trend, der landesweit zu zahlreichen Unfällen mit tödlichem Ausgang geführt hat.

  • Überlegen Sie sich gut, ob es sich für Sie lohnt, ein Handy mit Ortungsfunktion anzuschaffen. Ein solches Handy ermöglicht es Ihnen, sich jederzeit über den jeweiligen Aufenthaltsort Ihres Kindes zu informieren. Eventuell empfiehlt sich auch die Anschaffung eines Handys, das den Zugriff auf einige der neuen standortbezogenen Sozialdienste, die mit GPS-fähigen Telefonen zusammenarbeiten, unterstützt. "Seien Sie jedoch bei der Nutzung von ortsbezogenen Diensten vorsichtig – Informationen können leicht in die falschen Hände geraten", so Larry Magrid, Gründer der Websites "SafeKids" und "SafeTeens", deren Ziel die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen über den sicheren Umgang mit Technologien ist. "Ich kenne keine Eltern, denen es recht wäre, wenn der Freund oder die Freundin ihres Sohnes oder ihrer Tochter rund um die Uhr wissen, wo sie sich gerade aufhalten", gibt Linda Criddle zu bedenken.

Ethik und soziale Verantwortung

  • Sprechen Sie das Thema Mobbing an. Machen Sie Ihrem Kind klar, welchen Schaden es anderen zufügen kann, wenn es eine Nachricht in Umlauf bringt, die von anderen Jugendlichen weitergeleitet wird und somit rasche Verbreitung findet. Erklären Sie ihm, dass es ernsthaft mit dem Gesetz in Konflikt geraten und für Mobbing sowohl zivil- als auch strafrechtlicht belangt werden kann.

  • Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Kind dasselbe Datenschutzbewusstsein hat wie ein Erwachsener. Die Versuchung "Handy-Kamera" kombiniert mit der für das Teenageralter typischen Impulsivität ergibt eine explosive Mischung. Ein vierzehnjähriger Junge in New Jersey muss sich vor Gericht verantworten, nachdem er ein gewagtes Foto, das ein dreizehnjähriges Mädchen mit seiner Handy-Kamera von sich selbst aufgenommen hatte, weitergeleitet hatte. Ihr Kind sollte sich nicht nur gut überlegen, wen oder was es fotografiert, sondern sich auch darüber im Klaren sein, dass es in bestimmten Situationen möglicherweise selbst von anderen fotografiert wird, so Larry Magrid.

  • Sprechen Sie auch über Handy-Nutzung in der Schule. Auf einigen Schulgeländen gilt mittlerweile ein generelles Handy-Verbot, nachdem sich Mogeleien mithilfe von SMS-Nachrichten zu einer wahren Epidemie ausgeweitet hatten.

Handy-Funktionen

  • Machen Sie sich genauestens mit allen Funktionen vertraut, die das Handy Ihres Kindes bietet. Während für Sie ein Telefon eben nichts weiter ist als ein Telefon, ist es für Jugendliche oft eine Art Computer für unterwegs, so Linda Criddle. Soll Ihr Kind Zugriff auf Social Networking-Websites erhalten? Fernsehprogramme? Musik-Downloads? Tammie Sandin hat beispielsweise das Handy Ihres Sohns so eingerichtet, dass SMS-Nachrichten weder gesendet noch empfangen werden können. Zu diesem Schritt hatte sie sich entschlossen, nachdem ihr Sohn kleinlaut gestanden hatte, im Englischunterricht SMS-Nachrichten versendet zu haben.

Kostenfalle Handy

  • Legen Sie zusammen mit Ihrem Kind ein Handy-Budget fest. Lesen Sie das Kleingedruckte, wenn es um Handy-Funktionen geht, und bestehen Sie darauf, dass Ihr Teenager Ihrem Beispiel folgt, rät Tammie Sandin. Die Telefonrechnung einer schockierten Familie in North Carolina belief sich auf 2.000 US-Dollar, nachdem die Tochter der Familie ihre Großmutter in Virginia besucht hatte. Wie sich herausstellte, wurde laut Handy-Tarifplan des Teenagers für Ferngespräche eine saftige Premium-Gebühr berechnet. Da SMS-Nachrichten aus dem Leben heutiger Jugendlicher nicht mehr wegzudenken sind, lohnt es sich für Sie wahrscheinlich, nach einem Tarifplan mit unbegrenzten SMS-Nachrichten oder einem Pauschaltarif für SMS-Nachrichten Ausschau zu halten.

Um ganz sicher zu gehen, sollten Sie mit Ihrem Kind eine Vereinbarung über die Handy-Nutzung treffen. Die zentrale Botschaft dieser Vereinbarung sollte lauten, dass "jedes Recht auch Verantwortung bedeutet", rät Linda Criddle.

Kim Boatman ist eine in Silicon Valley, Kalifornien, ans

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