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Neue Ziele

Das Mobiltelefon als neues Ziel von Sicherheits - bedrohungen

Von Tara Swords

Der größte Zuwachs bei Mobiltelefonen ist insbesondere bei "Smart Phones" zu verzeichnen -- so genannt, weil sie nicht nur als Telefon, sondern auch als Speichergerät für E-Mails, Fotos, Adressen und andere Daten dienen. Laut Prognosen wird für diesen Sektor der drahtlosen Minicomputer in den nächsten fünf Jahren ein Zuwachs von 30 Prozent erwartet, so dass im Jahr 2011 etwa 304 Millionen dieser Geräte in Umlauf sein werden. Dieses Wachstum hat jedoch seinen Preis: Auch das Spektrum der Bedrohungen durch Datendiebe, Spionagesoftware und Viren nimmt zu.

Die gute Nachricht: Wahrscheinlich werden Sie von Hackern verschont bleiben, wenn Sie nicht zum Kreis der Prominenten, Politiker, Sportler oder anderer Personen des öffentlichen Interesses gehören. Das bedeutet aber nicht, dass die in Ihrem Mobiltelefon gespeicherten Daten bei Diebstahl oder Verlust nicht gefährdet wären. Identitätsdiebstahl ist auf dem Vormarsch und jemand, der es darauf anlegt, wird sehr wahrscheinlich einen Weg finden, um die Daten auf Ihrem Mobiltelefon zu stehlen.

Vielleicht haben Sie Ihr Mobiltelefon bisher nicht als Computer betrachtet. Aber das ist genau das, was es ist: ein Minicomputer, der persönliche Informationen über Sie speichert und überträgt. Und wie bei jedem anderen Computer birgt auch die Nutzung eines Mobiltelefons bestimmte Sicherheitsrisiken. Wenn Sie also heutzutage ein Mobiltelefon verwenden, sollten Sie einige Sicherheitsregeln beachten.

1. Öffnen Sie nie Anhänge von Fremden
Mobiltelefone werden heute nicht nur zum Telefonieren, sondern auch zum Übertragen schriftlicher Mitteilungen verwendet. Auf Ihr Telefon heruntergeladene Textnachrichten und E-Mails stellen die gleiche Bedrohung dar wie Nachrichten, die Sie über den Computer empfangen. Daher gilt: Öffnen Sie keine Anhänge von Absendern, die Sie nicht kennen.

"Wenn ein Virus über einen E-Mail-Anhang oder über das Internet heruntergeladen wird, kann dieser immense Schäden auf dem Mobiltelefon des Verbrauchers anrichten", meint Diana Hwang, Research Manager bei IDC, einer Forschungsgruppe im Bereich Informationstechnologie. "Verbraucher sollten einige grundlegende Regeln zum Schutz ihres Mobiltelefons befolgen. Dazu gehört auch, keine Dateien oder Anhänge von unbekannten Absendern zu öffnen."

2. Schützen Sie Ihr Telefon mit einem Kennwort
Viren sind jedoch nicht die einzige und größte Bedrohung für Mobiltelefone. Diebstahl und Verlust stellen ein weitaus größeres Risiko dar. Diebe können die auf Ihrem Telefon gesammelten Daten verwenden, um Identitätsdiebstahl zu begehen oder in Ihren persönlichen Angelegenheiten zu schnüffeln.

"Wenn Sie Textnachrichten versenden und eine Kopie der gesendeten Nachrichten aufbewahren sowie E-Mails auf Ihr Telefon herunterladen, können darin eine Menge von Informationen darüber zusammenkommen, was Sie tun und was Sie über andere denken", so Rob Enderle, Chefanalyst der Technologieberatungsfirma Enderle Group. "Einige Leute verwenden ihr Telefon sogar dazu, Kennwörter für ihr Bankkonto und andere persönliche Zugangsdaten zu speichern."

Wenn Ihr Telefon über einen Kennwortschutz verfügt, der die Tastatur sperrt, sollten Sie diese Funktion verwenden. Wählen Sie ein Kennwort, das schwierig zu erraten ist – also nicht Ihr Geburtsdatum, Ihre Adresse oder Teile Ihrer Telefonnummer. Sollten Sie auf Ihrem Telefon kein Kennwort einrichten können, dann empfiehlt es sich, keine vertraulichen Informationen darauf zu speichern.

3. Behalten Sie Ihre Nummer für sich
Um das Risiko zu verringern, dass ein Virus oder anderer bösartiger Code an Ihr Telefon gesendet wird, geben Sie Ihre Telefonnummer und E-Mail-Adresse nur an Personen weiter, die Sie kennen und denen Sie vertrauen. In den USA ist es Telefon-Marketingunternehmen größtenteils nicht erlaubt, automatisierte Wählprogramme zu verwenden, um Mobiltelefone anzurufen. Als weitere Sicherheitsmaßnahme können Sie Ihr Mobiltelefon auch unter donotcall.gov in eine von den Behörden eingerichtete Liste zum Schutz vor unerwünschten Anrufen eintragen.

4. Schützen Sie Ihre Sprach-Mailbox mit einer PIN-Nummer
Wenn Sie verhindern möchten, dass andere Ihre Sprachnachrichten abhören, können Sie ein Kennwort oder eine PIN-Nummer für den Abruf der Sprachnachrichten einrichten. So können Sie Ihre Privatsphäre schützen, sollte jemand Ihr Telefon finden oder stehlen.

5. Denken Sie bei der Nutzung von Hotspots an die Risiken
Immer mehr Mobiltelefone sind inzwischen mit einer WiFi-Funktion ausgestattet, also dem Protokoll, das Sie auch für die Hochgeschwindigkeits-Drahtlosverbindungen auf Ihrem Homecomputer verwenden. Das bedeutet, dass diese Telefone eine Verbindung über ungesicherte Hotspots herstellen können, um E-Mails abzurufen und im Internet zu surfen.

"Hotspots können unter Umständen nicht legitim sein und jemand kann sämtliche Informationen abfangen, die Sie über diese Verbindung übertragen", erklärt Enderle. So gehen Sie auf Nummer Sicher: Stellen Sie nur dann eine Verbindung zu einem Hotspot über Ihr WiFi-fähiges Mobiltelefon her, wenn Sie sicher sind, dass die Verbindung geschützt ist.

6. Löschen Sie alles, bevor Sie Ihr Telefon ausrangieren
Bevor Sie Ihr altes Telefon ausrangieren, sollten Sie alle wichtigen Daten löschen. Unter WirelessRecycling.com finden Sie ein Programm zum Löschen von Telefondaten mit schrittweisen Anleitungen, wie Sie Daten von Ihrem speziellen Telefonmodell löschen.

7. Sprechen Sie leise
Wenn Sie unterwegs wichtige Telefongespräche führen -- beispielsweise um bei Ihrer Bank nachzufragen, ob ein Scheck eingegangen ist -- denken Sie an die nahe liegendste Sicherheitsmaßnahme: Sprechen Sie leise, wenn Sie über Dinge reden, die andere nicht mitbekommen sollen.

"Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass Sie Dinge laut aussprechen und die Leute um Sie herum Sie hören können", sagt Enderle. "Wenn also nicht jeder wissen soll, dass X sich scheiden lässt und Y ein Baby bekommt -- oder von den geheimen Pläne Ihres Unternehmens erfahren soll -- sollten Sie immer daran denken, wo Sie sich befinden, bevor Sie in Ihr Mobiltelefon sprechen", fügt Enderle hinzu.

Tara Swords ist eine in Boston ansässige Journalistin, die regelmäßig Artikel zu technischen und wirtschaftlichen Themen schreibt.

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