Artikel

Netzwerk

Ist Ihre Breitbandverbindung sicher?

Von Jennifer Martinez

Wenn Sie bisher davon ausgingen, dass Sie sich um die Sicherheit Ihres Heimcomputers keine Gedanken machen brauchen, da darauf nichts gespeichert ist, was für andere von Wert sein könnte – dann machen Sie sich auf eine Überraschung gefasst. Für Hacker sind Heimcomputer – insbesondere solche, die über DSL oder Kabel-TV mit dem Internet verbunden sind – ein äußerst lohnendes Ziel. Wenn Sie zu der wachsenden Zahl von Breitbandnutzern gehören, dann ist Ihr Computer für Hacker-Angriffe anfälliger, da er permanent mit dem Internet verbunden ist.

Auf Ihrem Computer sind zudem mehr Informationen gespeichert als Sie denken – und diese Informationen können für jemanden, der es auf Ihr Geld oder Ihre Identität abgesehen hat, durchaus von Nutzen sein. Außerdem ist es für Hacker sehr viel einfacher, in Heimcomputer einzudringen als in ein gut abgesichertes Unternehmensnetzwerk.

Einige Hacker und Identitätsdiebe sind einzig und allein daran interessiert, Ihre persönlichen Daten zu stehlen. Andere wiederum möchten sich lediglich hinter Ihrem Computer verbergen und von hier aus ohne Ihr Wissen andere Computer angreifen. Indem sie sich hinter Ihrer Internet-Verbindung und IP-Adresse verstecken, hinterlassen sie keine Spuren und es wird noch schwieriger – wenn nicht gar unmöglich – sie ausfindig zu machen.

Bedrohung Nummer 1: Übernahme der Kontrolle über Ihren Computer
Heimcomputer mit Breitbandverbindung sind für Hacker ein beliebtes Versteck. Privatanwender mit Hochgeschwindigkeits-Internet-Verbindungen sind bei Hackern deshalb so beliebt, da sie mithilfe von Port-Scans herausfinden können, ob Sie online sind, um dann ohne Ihr Wissen die Kontrolle über Ihren Computer zu übernehmen. Sollten Sie über eine Breitbandverbindung verfügen (d. h. eine schnelle DSL- oder Kabelverbindung), dann sind Sie für Hacker sehr viel interessanter als Benutzer, die sich über Modem einwählen. Warum? Heimcomputer mit Breitbandverbindung sind sofort mit dem Internet verbunden, sobald der Computer eingeschaltet wird. Und da die Verbindung extrem schnell ist, ist sie für Hacker interessanter und für ihre Zwecke besser geeignet als eine DFÜ-Verbindung (die meist sehr viel langsamer ist).

Bedrohung Nummer 2: Freier Zugang
Hacker suchen regelmäßig nach IP-Adressen mit geöffneten Ports. Ports sind nichts anderes als Türen, durch die eine Anwendung geht, um über das Internet kommunizieren zu können. Wenn Hacker einen Port-Scan durchführen, suchen sie nach geöffneten Ports. Hacker können erkennen, wenn an einer bestimmten IP-Adresse ein Computer aktiv ist. Während bei DFÜ-Verbindungen häufig verschiedene IP-Adressen verwendet werden, ist die Breitband-IP-Adresse meist statisch – und damit für Hacker leichter zu finden.

Ein Hacker könnte von Ihnen unbemerkt eine Anwendung auf Ihrem System installieren, die, sobald Sie online sind, über die Internet-Verbindung die Parole ausgibt: "Verbindung geöffnet, bin bereit, komm und nutze mich." Nutzen – wofür? Hacker haben es vielleicht nicht unbedingt auf Ihre Daten abgesehen. Vielmehr ist es ihr Ziel, sich hinter Ihrem Computer zu verbergen, um von dort aus andere Computer anzugreifen. Ohne es zu ahnen, könnten Sie so einem Hacker bei seinen Machenschaften behilflich sein.

Bedrohung Nummer 3: Gefährdung wertvoller Daten
Auf Ihrem Computer sind möglicherweise wichtigere Daten gespeichert als Ihnen bewusst ist. Vielleicht denken Sie ähnlich wie viele andere Benutzer: "Ich nutze meinen Computer nur, um E-Mails zu senden und zu empfangen, mir Informationen zu beschaffen und im Internet zu surfen." Oder: "Ich habe nicht genügend Geld auf meinem Girokonto, so dass sich wohl niemand die Mühe machen wird, es zu stehlen." Darum geht es Hackern aber nicht unbedingt. Hacker wählen Ihren Computer nicht gezielt aus, sondern suchen nach einem beliebigen Rechner mit geöffnetem Port. Und bei einer Breitbandverbindung sind Sie sofort nach dem Einschalten des Computers für Angriffe anfällig – selbst wenn Sie Ihren Internet-Browser noch gar nicht gestartet haben.

Wenn Sie online Bankgeschäfte erledigen, mit Aktien handeln oder Einkäufe tätigen, sind Sie ein potenzielles Ziel – selbst wenn Sie nur im Internet surfen. Verwenden Sie Finanzsoftware wie Quicken oder Microsoft Money? Dann sind Ihre privaten Finanzdaten auf Ihrer Festplatte gespeichert. Auch wenn Sie keine Einkäufe oder Bankgeschäfte über das Internet erledigen, so ist möglicherweise eine Kopie Ihres Lebenslaufs auf Ihrem Computer gespeichert.

Mit einem einseitigen Lebenslauf (der vielleicht praktischerweise unter "Lebenslauf" auf dem Desktop abgelegt ist) erhält ein Hacker fast alle Ihre persönlichen Daten: Arbeitsplatz, Privatadresse und Telefonnummern, frühere Arbeitgeber und Ausbildungsorte. Für Hacker, die die Absicht haben, Ihre Identität zu stehlen, sind diese Informationen möglicherweise sehr wertvoll. Denn mit diesen Informationen könnten sie Ihre Kreditkartennummern und Kontonummern in Erfahrung bringen, sich für Sie ausgeben und über das Internet alles Mögliche einkaufen.

Bedrohung Nummer 4: Umgehen unzureichender Sicherheitsmaßnahmen
Für Hacker ist es einfacher, in das System eines Heimcomputers einzudringen. Genau genommen ist das Internet lediglich ein riesiges Netzwerk aus miteinander verbundenen Computern. Wenn Sie also ins Internet gehen, öffnen Sie Ihr System auch für alle anderen, die online sind – und einige handeln nicht immer in Ihrem Interesse.

"Das mag zwar sein", werden Sie vielleicht einwenden, "aber Hacker haben es doch eher auf große Unternehmen abgesehen, mit viel Geld und Millionen von Kunden in ihrer Datenbank." Das mag sein. Aber in den meisten dieser großen Unternehmen sind IT-Mitarbeiter ständig damit beschäftigt, alle möglichen Arten von Sicherheitsmaßnahmen wie Firewalls, Virenschutzsoftware und ähnliche Sicherheitsprogramme zu installieren. Versetzen Sie sich einmal in die Lage eines Einbrechers. Würden Sie eher eine gut bewachte Bank mit Gittern vor Fenstern und Türen, Türschlössern und einem Safe ausrauben oder lieber in ein Haus mit geöffneten Fenstern und Türen einbrechen, in dem es keine Alarmanlage gibt? Warum in etwas einbrechen, was gut bewacht und gesichert ist, wenn ein weit geöffnetes Haus ein viel leichteres Ziel bietet? Und dessen Eigentümer sich möglicherweise nicht bewusst sind, wie anfällig sie sind, und daher den Einbruch vielleicht nie bemerken? Sie könnten also wiederkommen, wann immer Sie möchten.

Machen Sie es einem Eindringling nicht zu einfach, Ihren Heimcomputer zu finden. Sie schützen Ihr Zuhause, indem Sie die Haustür abschließen. Warum sollten Sie also nicht auch Ihren Heimcomputer besser schützen? Installieren Sie zunächst eine persönliche Firewall, um sich vor Hackern zu schützen, die versuchen, Ihre persönlichen Dateien zu durchsuchen, Daten zu stehlen oder Ihr System zu beschädigen. Außerdem sollten Sie eine Virenschutz- und Sicherheitssoftware installieren, um Ihren Computer noch besser vor Hackern, Viren und anderen Bedrohungen Ihrer vertraulichen Daten abzusichern.

Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.

Weitere Artikel >
Symantec Security Check

Testen Sie, welchen Online-Sicherheitsrisiken Ihr Computer ausgesetzt ist, und erfahren Sie mehr dar

Testen
Symantec-Tools
Norton-L

Sch

Besuchen
Die wichtigsten Bedrohungen des heutigen Tages

Klicken Sie unten, um Entfernungsanweisungen f

Safety Inquiry

Akzeptieren Sie jede "Freundanfrage" auf Social Networking-Websites, selbst wenn Sie die Person nicht kennen?

Abstimmen
Copyright © 2009 Studio One Networks. All rights reserved