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Betrug

Vorsicht: Word-Dokumente k

Von Jennifer Martinez

Folgendes wissen Sie vielleicht bereits: Computerviren sind wie kleine Softwareprogramme. In der Regel werden sie unbeabsichtigt heruntergeladen, da sie tief in eine Datei eingebettet sind. Sobald Sie die Datei öffnen, wird der Virus aktiviert. Der Virus kann Ihr System beschädigen, Ihre Identitätsdaten stehlen, Dateien infizieren, die sie versenden, oder sich sogar selbst mit Ihrer Absenderadresse an alle Empfänger in Ihrem E-Mail-Adressbuch senden.

Was Sie aber eventuell noch nicht wissen: Viren können über Microsoft Word-Dateien, die Sie per E-Mail erhalten, unbemerkt auf Ihr System gelangen. Ihre eigenen Dokumente können Viren Tür und Tor öffnen, die dann großen Schaden auf Ihrem Computer anrichten. Tatsache ist: Computerviren und andere Formen von Schadprogrammen (Malware) verursachen Schäden in Milliardenhöhe und bereiten den Opfern von Identitätsdiebstahl enormen Kummer.

F: Warum sind Word-Dateien anfällig für Viren?

A: Da Microsoft Word-Dateien häufig ausgetauscht werden, sind Word-Viren inzwischen stark verbreitet. Und das funktioniert so:

  • Microsoft Word-Dateien enthalten kleine Programme, die als "Makro" bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um anpassbare Befehle, die Aufgaben wie das Formatieren von Texten oder Einfügen von Aufzählungen automatisieren.

  • Die Makroprogrammiersprache kann auch zum Schreiben von Viren verwendet werden.

  • Der Virus kann als Teil eines Word-Dokuments gesendet werden.

  • Er wird automatisch aktiviert, sobald Sie die Word-Datei öffnen.

F: Mit welchen Tricks kann mich jemand dazu bringen, dass ich eine vireninfizierte Word-Datei öffne?

A: Hacker bedienen sich einer Vielzahl von Tricks, um Sie zum Öffnen einer vireninfizierten Word-Datei zu bewegen. Dazu einige Beispiele:

  • Sie können die Adresse eines Freundes, eines Unternehmens oder eines langjährigen Bekannten fälschen.

  • Sie können eine E-Mail als wichtige Nachricht von Ihrer Bank oder als Lotteriegewinn ausgeben.

  • Sie können Sie mit bestimmten Themen locken. So brachten Hacker beispielsweise letztes Jahr, als die prodemokratischen Protestaktionen in Myanmar weltweit in allen Medien waren, eine infizierte Word-Datei in Umlauf, die als Unterstützungserklärung des Dalai Lama ausgegeben wurde.

F: Wie kann ich mich schützen?

A: Mit den folgenden Tipps können Sie sich vor Word-Viren schützen:

  • Öffnen Sie nur E-Mail-Anhänge, deren Empfang Sie erwarten und die von einem vertrauenswürdigen Absender stammen.

  • Installieren Sie eine Internetsicherheitssoftware, die E-Mail-Anhänge vor dem Öffnen automatisch auf Viren und andere bösartige Software scannt.

  • Löschen Sie verdächtige Nachrichten, ohne sie zu öffnen.

  • Klicken Sie nicht auf Internet-Links oder Datei-Downloads in E-Mails oder Instant Messages von Personen, die Sie nicht kennen.

Generell gilt: Seien Sie vorsichtig bei allen als E-Mail-Anhang zugestellten Dateien, selbst bei harmlos wirkenden Microsoft Word-Dateien. Diese Dateien könnten Viren oder andere bösartige Software enthalten, die Ihr System beschädigen oder Ihre Identitätsdaten stehlen können. Schützen Sie sich stets mit Internetsicherheitsprogrammen vor Viren, Spyware und Spam.

Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.

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