Von Michelle V. Rafter
Verschlüsselung ist wie das Reinigen der Zähne mit Zahnseide oder der Ölwechsel bei Ihrem Auto: Zunächst lästig, aber ohne diese Maßnahmen ist der Ärger am Ende umso größer.
Betrachten Sie die Verschlüsselung als eine Art vorbeugende Medizin für Ihr elektronisches Leben. Durch die Verschlüsselung der Informationen, die Sie in eine E-Mail, eine Instant Messaging-Nachricht oder auf einer Website eingeben, schützen Sie sich vor Identitätsdiebstahl und anderen potenziellen Online-Risiken.
Verschlüsselungssoftware hält digitale persönliche Informationen wie Ihre Personalausweisnummer, Kreditkartennummern, Krankenakten und Steuererklärung von Eindringlingen und Identitätsdieben fern. Die Verschlüsselung schützt diese Daten unabhängig davon, ob sie auf der Festplatte Ihres Computers oder in einer E-Mail gespeichert sind. Auch bei Online-Einkäufen sorgt die Verschlüsselung dafür, dass Ihre Informationen sicher sind.
Zum besseren Verständnis der Verschlüsselung denken Sie einfach an die Dechiffrierer, mit denen Kinder früher gespielt haben und die einen Buchstaben des Alphabets durch einen anderen ersetzten. Verschlüsselung arbeitet nach dem gleichen Prinzip. Dabei werden digitale Informationen mithilfe von komplexen mathematischen Algorithmen kodiert. Nur Benutzer oder Computer, die im Besitz des richtigen Softwareschlüssels sind, können die Informationen dekodieren und wieder zurück in die richtige Reihenfolge bringen. Die gängigste Form ist die Public-Key-Verschlüsselung, bei der Ihr Computer Informationen mithilfe eines eindeutigen öffentlichen Schlüssels kodiert und diesen Schlüssel an alle Computer überträgt, an die er eine verschlüsselte Nachricht senden möchte.
Dieses Verfahren mag zunächst kompliziert erscheinen, ist jedoch ganz einfach, so Dr. Larry Ponemon, Leiter von The Ponemon Institute, einer in Detroit ansässigen Forschungseinrichtung und Denkfabrik zum Thema Datenschutz. "Die für Durchschnittsverbraucher entwickelte Software ist relativ einfach zu bedienen", erklärt Larry Ponemon.
Auch wenn es wie etwas klingt, was Sie sonst nur aus James Bond-Filmen kennen, so gehört die Verschlüsselung inzwischen zum Computeralltag. Sie können sie problemlos für Ihre Zwecke nutzen:
Speichern der Dateien auf Ihrem Computer.
Sie müssen nicht unbedingt all Ihre Computerdateien verschlüsseln. Doch sollten Sie alle Dateien mit vertraulichen Informationen wie Krankenakten oder Finanzdokumente auf diese Weise schützen, raten Sicherheitsexperten. Sollte Ihr Computer oder Laptop dann gestohlen werden bzw. ein Hacker in Ihren Computer eindringen, sind Ihre persönlichen Daten wie Kreditkartennummern, Kontoinformationen oder andere Daten, die zu Identitätsdiebstahl führen können, vor Dieben oder Eindringlingen sicher. Softwareprogramme zur Verschlüsselung von Dateien auf der Festplatte eines Computers werden beispielsweise von der PGP Corporation (PGP Serie) oder von PKWare (SecureZip) angeboten. Auf neueren PCs und Laptops mit bestimmten Versionen des Microsoft Windows Vista-Betriebssystems ist Software zur Verschlüsselung von System- und Benutzerdateien bereits vorinstalliert.
Kodieren der Informationen, die Sie per E-Mail oder in einem Dokument senden.
Senden Sie Steuerunterlagen an Ihren Steuerberater? Arbeiten Sie manchmal von zu Hause aus und übertragen Dateien zwischen Heim- und Bürocomputer? In jedem Fall sollten Sie E-Mails oder Dateien, die Sie über das Internet senden, verschlüsseln, so der Rat der Sicherheitsexperten. Wenn Sie mit E-Mail-Software wie Microsoft Outlook arbeiten, können Sie mit demselben Verschlüsselungsprogramm, mit dem Sie Ihre Dateien auf Ihrer Festplatte schützen, auch E-Mails und Instant Messages verschlüsseln. Sollten Sie bevorzugt webbasierte E-Mail nutzen, können Sie auf einen Service wie Hushmail zurückgreifen. Dieser bietet einen kostenlosen Basisservice zur Verschlüsselung von E-Mails sowie einen gebührenpflichtigen Premium-Service, der zusätzlich die Speicherung verschlüsselter Dateien einschließt. Die Gebühr für den Premium-Service beträgt zirka 35 US-Dollar.
Sicheres Einkaufen im Internet.
Banken, Händler und andere Unternehmen, die Waren online verkaufen oder finanzielle Transaktionen über das Internet abwickeln, bedienen sich einer stärkeren Form der Verschlüsselung: dem Secure Sockets Layer (SSL). Diese Art der Verschlüsselung schützt die elektronischen Kanäle, die Ihren Webbrowser mit den Computern verbinden, auf denen eine eCommerce-Website gehostet wird. Beim Besuch einer Website, die mit SSL verschlüsselt ist, wird in der Adressleiste Ihres Browserfensters der Hinweis "https:" am Anfang der Internetadresse anstatt des üblichen "http:" angezeigt. Weitere Hinweise darauf, dass eine Website durch SSL-Verschlüsselung geschützt ist: In der Adressleiste oder am unteren Rand des Webbrowsers wird das Symbol eines verriegelten Vorhängeschlosses oder unversehrten Schlüssels abgebildet. All dies weist darauf hin, dass die Eingabe Ihrer Kreditkartennummer, Ihres Kennworts für Bankgeschäfte oder Ihrer PIN-Nummer sicher ist, meint Allison Rodway, Programmdirektorin der Internet Education Foundation, einer gemeinnützigen Organisation aus Washington D.C., die den amerikanischen Kongress in Fragen des Datenschutzes und zu anderen Internetthemen berät.
Schutz Ihres drahtlosen Heimnetzwerks.
Neuere Modelle drahtloser Heimnetzwerke, die Computer mit dem Internet verbinden, sind bereits mit Verschlüsselungssoftware ausgestattet. Diese soll verhindern, dass Ihre Nachbarn Ihr Netzwerk oder Ihre Online-Sitzungen anzapfen und Ihre persönlichen Informationen stehlen. Damit die Verschlüsselung jedoch wirksam ist, müssen Sie die Kennwörter auf der Basisstation des Netzwerks einrichten, erklärt Allison Rodway von der Internet Education Foundation.
Und wie bei anderen Sicherheitsmaßnahmen gilt auch hier: Verschlüsselung ist nur so gut wie diejenigen, die sie verwenden. "Sie können die stärkste Verschlüsselung der Welt besitzen, aber wenn Sie sie nicht sinnvoll einsetzen, ist sie wertlos", meint Smith von Hushmail.
Michelle V. Rafter ist eine in Portland, Oregon, ans
Testen Sie, welchen Online-Sicherheitsrisiken Ihr Computer ausgesetzt ist, und erfahren Sie mehr dar
TestenSch
BesuchenKlicken Sie unten, um Entfernungsanweisungen f
Akzeptieren Sie jede "Freundanfrage" auf Social Networking-Websites, selbst wenn Sie die Person nicht kennen?
Abstimmen