Von Jennifer Martinez
Das Internet bietet Jugendlichen hervorragende Möglichkeiten, ihren Interessen nachzugehen und sich mit anderen auszutauschen. Führen Sie sich die Situation vor Augen: Jugendliche treffen sich online mit ihren Freunden und schließen neue Freundschaften, indem sie mit anderen chatten und Informationen über sich auf Social Networking-Websites veröffentlichen. Sie informieren sich über die neuesten Trends und kaufen im Internet ein. Sie senden Fotos, Musik und Videos über Instant Messaging, E-Mail oder Links zu Websites an ihre Freunde.
Vielleicht ist es für Sie als Eltern ein beruhigenderes Gefühl, wenn Sie wissen, dass sich Ihre Kinder mit ihren Freunden zu Hause anstatt auf der Straße oder im Einkaufszentrum treffen. Aber auch das Internet birgt gewisse Risiken.
Sie können jedoch Ihren Teil dazu beitragen, das Sicherheitsrisiko im Internet erheblich zu verringern. Zeigen Sie Interesse dafür, was Ihre Kinder am Internet fasziniert. Helfen Sie ihnen dabei, das Internet sicher zu erkunden. Und lassen Sie sie wissen, dass sie sich stets an Sie wenden können, wenn sie sich bedroht fühlen oder online auf Probleme stoßen.
Die folgenden drei Tipps zeigen Ihnen, wie Sie und Ihre Kinder sich im Internet schützen können.
Nr. 1:
Passen Sie auf, was Sie aus dem Internet herunterladen und mit
anderen austauschen
Erlauben
Sie Ihren Kindern nicht, unrechtmäßig Musikdateien von
Dateitauschbörsen herunterzuladen oder Musik über Instant
Messaging, E-Mail oder kopierte CDs auszutauschen, wenn die Titel
urheberrechtlich geschützt sind. Wenn Sie über ein Programm
zur Dateifreigabe verfügen, vergewissern Sie sich, dass es nur
zur Aktualisierung von Dateien genutzt wird. Richten Sie Kennwörter
für den Zugriff auf Ihre freigegebenen Ordner ein, um zu
verhindern, dass ungeschützte Ordner von anderen
Computerbenutzern als Ablageort für ihre Dateien genutzt werden.
Nr. 2:
Vorsicht bei Online-Einkäufen
Online-Einkäufe
ersparen Ihnen die Mühe, mit Ihren Kinder stundenlang von
Geschäft zu Geschäft zu wandern. Sie können die
Schuhe, Bücher und Spiele, die sie kaufen möchten, alle
online finden – ganz gleich, wo Sie wohnen. Und die gleiche
Vorsicht, die Ihre Kinder in einem Geschäft im örtlichen
Einkaufszentrum an den Tag legen würden – beispielsweise
würden sie dort auch nicht ihren Geldbeutel offen auf dem Tisch
mit den Sonderangeboten liegen lassen und sich dann entfernen –
müssen sie auch online anwenden. Erinnern Sie Ihre Kinder daran,
dass sie beim Einkaufen im Internet vor der Weitergabe von
Kreditkartennummern oder anderen vertraulichen Informationen über
eine Internetverbindung, die sicher erscheint, zunächst die
Echtheit der URL prüfen sollten. Außerdem sollten sie auf
den ausgewiesenen Liefertermin achten. Websites, die nur
Liefertermine später als 20 Tage nach erfolgter Bezahlung
anbieten, sind gewöhnlich mit mehr Risiken behaftet. Und noch
ein nützlicher Tipp für Eltern: Installieren Sie ein
Internetsicherheitsprogramm mit einer Kindersicherung, mit der sich
ungeeignete Websites blockieren lassen und die Ihre Kinder daran
hindern, persönliche Informationen ohne Ihre Erlaubnis
weiterzugeben.
Nr. 3:
Spielen im Internet – aber sicher!
Manche
Spiele werden direkt im Internet gespielt. Dazu muss ActiveX oder
JavaScript aktiviert werden. Diese Programmiersprachen werden von
Entwicklern eingesetzt, damit Sie Ihren Webbrowser bequemer nutzen
können. Obwohl dieser Code sehr nützlich sein kann, wenn er
aktiviert ist, so öffnet er jedoch auch ein Einfalltor auf Ihrem
Computer, über das Hacker eindringen können. Wenn Ihre
Kinder ihre Online-Spiele beendet haben, sollten sie ActiveX und
JavaScript wieder deaktivieren.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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