Von Jennifer Martinez
Computer funktionieren am besten – und am sichersten – wenn sie gut gewartet sind. Ohne regelmäßiges Säubern und Ordnen wird die Festplatte mit der Zeit mit Daten überfrachtet und das Dateisystem unübersichtlich. Dies kann die Leistung Ihres Computers insgesamt beeinträchtigen. Ohne regelmäßige Backups und gründliche Datenpflege sind Ihre Daten nur halb so sicher. Und nur wenn Sie Ihre Software regelmäßig aktualisieren und Ihre Abonnements verlängern, funktionieren Ihre Programme optimal.
Selbst die Sauberkeit der Hardwarekomponenten wirkt sich auf die Qualität Ihrer Computerarbeit aus. Monitore verschmieren, in der Tastatur nistet sich Staub ein und unter der Maus sammelt sich Schmutz an.
Heimcomputer sind inzwischen so zuverlässig und praktisch, dass ihr störungsfreier Betrieb als selbstverständlich angesehen wird. Aber wie Ihr Haus oder Ihr Auto erfordern auch Computer von Zeit zu Zeit Ihre Aufmerksamkeit. Die folgenden routinemäßigen Wartungsarbeiten sorgen dafür, dass Ihr Computer noch lange sicher und mit optimaler Leistung läuft:
Schritt 1: Unterziehen Sie Ihr System einem Checkup. Ihr Computer verrichtet Schwerstarbeit: Ohne Unterlass ordnet er Aufgaben nach Priorität, speichert Dateien, führt Befehle aus und weist Speicher zu. Mit der Zeit schleichen sich jedoch Fehler auf der Festplatte ein, Daten geraten durcheinander und Verweise werden überflüssig. Irgendwann häufen sich diese kleinen Probleme. Dann beeinträchtigen sie zunehmend die Systemleistung, Systeme und Programme stürzen häufiger ab und das Hoch- und Herunterfahren des Systems dauert immer länger. Um Ihr System wieder auf Vordermann zu bringen oder – noch besser – um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen, sollten Sie einen monatlichen Wartungsplan aufstellen. Dieser sollte folgende Schritte enthalten:
Überprüfen Sie die Festplatte auf Fehler und reparieren Sie beschädigte Sektoren.
Defragmentieren Sie die Festplatte.
Entfernen Sie ungültige Registrierungseinträge und fehlerhafte Verknüpfungen.
Schritt 2: Sorgen Sie für Ordnung. Entfernen Sie alte Programme und Treiber, umso Speicher freizugeben und möglichen Systemkonflikten vorzubeugen. Durch das Löschen veralteter und temporärer Dateien schaffen Sie Platz für Ihre aktuellen Projekte. Und je weniger unnötige Dateien sich auf Ihrem Computer befinden, umso besser sind Sie vor Bedrohungen wie Online-Identitätsdiebstahl geschützt. Über den digitalen Hausputz hinaus sollten Sie auch den Hardwarebestandteilen Ihres Computers ein wenig Aufmerksamkeit widmen. Wenn die nächste Reinigung zu lange auf sich warten lässt, können sich Staub und Schmutz festsetzen und die Hardware beschädigen. Nehmen Sie sich deshalb einmal im Monat etwas Zeit für folgende Aufgaben:
Entfernen Sie alte Programme und temporäre Dateien.
Löschen Sie veraltete Daten.
Stellen Sie sicher, dass private und finanzielle Daten sicher archiviert sind.
Reinigen Sie Tastatur, Maus, Monitor und Computergehäuse mit vom Hersteller empfohlenen Reinigungsmitteln und Werkzeugen.
Schritt 3: Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten. Systemabstürze passieren nun einmal. Ebenso wie Stromausfälle. Und selbst wenn Sie noch so vorsichtig sind, so kommt es doch gelegentlich vor, dass Sie Dateien versehentlich löschen. Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihres Systems, um sicherzustellen, dass Sie nie Daten verlieren. Es empfiehlt sich, mindestens ein Backup pro Monat durchzuführen. Fertigen Sie von jedem Backup mindestens zwei Kopien an: Eine für zu Hause und eine zur Aufbewahrung an einem anderen Ort. Sie können Ihre Daten beispielsweise auf zwei CDs sichern und eine davon zu Hause und die andere am Arbeitsplatz aufbewahren.
Wenn Sie von zu Hause arbeiten, können Sie alternativ auch einen Online-Service zur standortfernen Aufbewahrung Ihrer Daten in Anspruch nehmen. Auf diese Weise sind Ihre Daten bei Bränden, Überschwemmungen oder Diebstahl sicher auf einem Remote-Server gespeichert. Wenn Sie noch keinen startfähigen Systemdatenträger erstellt haben, sollten Sie dies möglichst bald nachholen. Mit einem Systemdatenträger können Sie Ihren Computer von einem anderen Laufwerk starten, falls Sie nicht mehr von der Festplatte starten können. Machen Sie sich also auch die Durchführung der folgenden einfachen Backup-Aufgaben zur Angewohnheit:
Sichern Sie Ihre Daten mindestens einmal pro Monat.
Bewahren Sie Ihre Backups an zwei unterschiedlichen Orten auf.
Erstellen Sie eine Notfall-CD, und bewahren Sie sie an einem sicheren Ort auf.
Schritt 4: Aktualisieren Sie regelmäßig. In puncto Leistung und Sicherheit ist das regelmäßige Aktualisieren Ihres Softwarebestands und des Betriebssystems ebenso wichtig wie das regelmäßige Säubern und Warten. In unser sich schnell wandelnden Welt sind diejenigen im Vorteil, die ihre Technik auf dem neuesten Stand halten. Damit Sie den Anschluss nicht verpassen, sollten Sie bei jeder Systemwartung nach Software-Updates bzw. -Upgrades Ausschau halten. Überprüfen Sie auch Ihre Abonnements und Lizenzen, um sicherzustellen, dass sie nicht abgelaufen sind. Dies gilt insbesondere für Sicherheitsabonnements. Sicherheitsbedrohungen verändern sich ständig. Da täglich neue Viren und Hacker-Methoden in Umlauf gebracht werden, müssen Sie Ihre Sicherheitsprogramme auf dem neuesten Stand halten, um kontinuierlich geschützt zu sein. Vergessen Sie nicht, bei Ihrer nächsten routinemäßigen Systemwartung folgende Aufgaben auf die Checkliste zu setzen:
Aktualisieren Sie Software und Betriebssystem, und achten Sie besonders auf Sicherheits-Patches.
Erneuern Sie alle abgelaufenen Abonnementdienste.
Aktualisieren Sie Ihre bevorzugte Software nach Möglichkeit auf die neueste Version.
Schritt 5: Gehen Sie auf Nummer sicher. Mehr als je zuvor sollten Sie jetzt darauf achten, dass Sie als Teil Ihrer routinemäßigen Wartungsaufgaben eine gründliche Sicherheitsprüfung durchführen. Ihre Sicherheitsprüfung sollte mindestens eine Virenprüfung und eine Virendefinitionsaktualisierung umfassen. Sie sollten auch die Einstellungen Ihrer Sicherheitssoftware überprüfen und sicherstellen, dass sie aktiviert und funktionstüchtig sind. Nur so erhalten Sie optimalen Schutz. Über diese einfachen Aufgaben hinaus sollten Sie eventuell mit einem dafür vorgesehenen Programm einen vollständigen Sicherheits-Checkup durchführen.
Neben regelmäßigen Sicherheits-Checkups sollten Sie nach Durchführung umfassender Änderungen am System stets auch die Sicherheitseinstellungen Ihres Systems überprüfen. Wenn Sie beispielsweise vor kurzem auf DSL oder einen Internet-Kabeldienst umgestiegen sind, sollten Sie Ihre Sicherheitssituation neu überdenken. Möglicherweise stellen Sie fest, dass Sie neue Sicherheitsvorkehrungen treffen müssen, wie z. B. das Hinzufügen einer persönlichen Firewall. Wenn Sie sich die Zeit für regelmäßige Sicherheitsprüfungen und für die Durchführung der folgenden Routineaufgaben nehmen, bleibt Ihr Computer stets gut geschützt und sicher:
Planen Sie eine wöchentliche Virenprüfung mit einer bewährten Virenschutzlösung.
Achten Sie darauf, dass alle Ihre Sicherheitsprogramme, einschließlich Ihrer Virendefinitionen, auf dem neuesten Stand sind.
Wenn Sie eine Firewall oder ein umfassendes Sicherheitsprogramm installiert haben, überprüfen Sie Ihre Einstellungen, um sicherzustellen, dass diese Ihrer Sicherheitssituation entsprechen.
Führen Sie ein Sicherheitsdiagnose-Tool auf Ihrem System aus, um sicherzustellen, dass Sie ausreichend geschützt sind.
Beinahe jeder Bestandteil Ihres Computers erfordert von Zeit zu Zeit Ihre Aufmerksamkeit, ganz gleich, ob es darum geht, die Festplatte zu defragmentieren, die Sicherheit zu überprüfen oder Monitor und Maus zu reinigen. Wenn Sie keinen festen Zeitplan für diese zahlreichen Aufgaben erstellen, kommen Sie wahrscheinlich nie dazu, sie auch wirklich zu erledigen. Erstellen Sie mithilfe dieses Artikels einen routinemäßigen Wartungsplan, und führen Sie ihn einmal pro Monat konsequent aus. Ihre Mühe wird belohnt: mit einem fehlerfreien, zuverlässigen und sicheren Computer.
Jennifer Martinez ist freiberufliche Autorin mit Schwerpunkt im Themenbereich Computer und Familie.
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